Maria Enzersdorf , Mödling , Mattersburg

Erstellt am 01. Oktober 2016, 20:30

von Bernhard Fenz

Bitter für den SV Mattersburg: Ein Eigentor entschied. Der SV Mattersburg musste sich am Samstagabend bei der Admira mit 0:1 geschlagen geben. Dass die Burgenländer nicht vom Glück verfolgt sind, zeigt die Entstehung des Siegestreffers in der 83. Minute: Von Thorsten Mahrer prallte der Ball ins eigene Tor ab...

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ADMIRA – MATTERSBURG 1:0.

Die Partie hätte zu Beginn gleich einmal eine extrem ungute Richtung für den SV Mattersburg einschlagen können, als nämlich Dominik Starkl im Sechzehner zum Schuss kam. Mattersburg-Goalie Markus Kuster konnte den flachen Ball aber glänzend parieren und verhinderte so die rasche Führung der Niederösterreicher.

Auf der Gegenseite war es dann Barnabas Varga, der von Trainer Ivo Vastic diesmal als Solospitze aufgestellt wurde und eine Jano-Flanke per Kopf Richtung Tor brachte – alleine das Runde war um die Nuance zu hoch und ging über die Latte.

Der Rest der ersten Halbzeit? Besser schweigen, speziell was gefährliche Offensivaktionen betraf. Einmal setzte Fabio Strauss einen Kopfball nach einem Corner Richtung Mattersburger Kasten, kurz vor der Pause zog Mario Grgic (er rutschte diesmal in die Startformation, dafür saß Patrick Bürger auf der Bank) ab, sein Schuss fiel aber zu zentral aus.  

Mattersburg mit mehr Anteilen nach der Pause

Was auch immer Vastic und sein Co-Trainer Kurt Russ in der Pause zu sagen hatten: Die Burgenländer kamen weit aktiver als die Admira aus den Kabinen. Ein Schuss von Thorsten Röcher landete knapp neben der Stange (47.), drei Minuten später hatte Admira-Tormann Andreas Leitner Probleme bei einem Grgic-Schuss, Alois Höller versuchte sich danach vergebens als Fallrückzieher-Torschütze.

In Minute 57 war es dann Varga, der eine Röcher-Vorlage nicht erreichte.

Danach erfing sich die Admira wieder mehr und gestaltete die Partie wieder offener – die wohl beste Gelegenheit vergab Strauss nach einem Freistoß per Drehschuss (dieser fiel zu hastig aus und ging über das Tor).

Extrem unglückliche Szene zum Admira-Siegestor

So oder so: Das Duell lief eigentlich auf eine Punkteteilung hinaus. Dann kam sie allerdings, die ominöse 83. Minute, die das Match entscheiden sollte. Maximilian Sax brachte Stephan Zwierschitz im Sechzehner ins Spiel, der scharf zurückspielte – der Ball prallte von Thorsten Mahrers Körper höchst unglücklich ab und fand den Weg zwischen Kuster und Stange zum Eigentor – 1:0.

In der Folge probierten die Gäste noch alles, mehr als ein abgefälschter Schuss von Mahrer und ein Kopfball von Floriam Templ war aber nicht mehr drin. Im Gegenstoß vergab Christoph Monschein im Konter das zweite Tor.

Somit bleibt der SVM über die Länderspielpause Letzter der Tabelle. Weiter geht es am 16. Oktober mit dem Heimspiel gegen die Wiener Austria.

STIMMEN ZUM SPIEL:

SVM-Trainer Ivo Vastic: „In der zweiten Halbzeit waren wir knapp dran in der einen oder anderen Situation, da hat nicht viel gefehlt. Es war symptomatisch, dass wir uns ein Eigentor schießen und dann dadurch verlieren. Es war eine äußerst unglückliche Niederlage.“

Admira-Trainer Oliver Lederer: „Wir haben heute ein Eigentor gebraucht und zu wenig Chancen kreieren können. Dass es kein Leckerbissen war, braucht man uns nicht sagen, aber das erlaubt die Tabellensituation auch nicht.“

STATISTIK

 

ADMIRA - MATTERSBURG 1:0 (0:0).- Tor: 1:0 (83.) Mahrer (Eigentor).

Gelb: Sax (34., Foul), Ebner (40., Foul), Wostry (46., Foul), Zwierschitz (76., Foul); .

SR: Lechner.- BSFZ-Arena, 2.473.

Admira: Leitner; Zwierschitz, Strauss, Wostry, Wessely; Sax (89. Maranda), Ebner, Toth, Starkl (62. Grozurek); Knasmüllner (73. Bajrami), Monschein.

Mattersburg: Kuster; Höller, Mahrer, Rath, Farkas; Jano, Fran Sanchez (63. Templ), Perlak, Grgic, Röcher (82. Sprangler); Varga (69. Bürger).