Erstellt am 18. September 2016, 21:04

Ein doppeltes Unglück. Der SV Mattersburg musste sich Rapid am Sonntagabend letztlich klar mit 0:3 geschlagen geben. Doppelt bitter für die Burgenländer sind aber zwei Szenen, die noch bei 0:0 passierten: ein aberkannter Kopfballtreffer von Thorsten Röcher sowie Elferalarm nach einer Attacke an Patrick Farkas.

Danach war an diesem Abend nichts mehr drin für die Burgenländer, machte Rapid alles klar.

RAPID - MATTERSBURG 3:0. Die Geschichte der ersten Halbzeit ist schnell erzählt. Rapid war zwar natürlich optisch überlegen, konnte aber wenig bis nichts Zwingendes an Chancen herausarbeiten. Ein Schuss von Thomas Schrammel war da schon fast das Höchste der Gefühle.

Mattersburg wiederum blieb bei seinen Gegenstößen vorwiegend harmlos, einmal allerdings schlugen die Burgenländer zu. 36. Minute: Flanke Patrick Farkas, Kopfball Thorsten Röcher ins lange Eck – 0:1. Referee Schüttengruber allerdings verwehrte dem Treffer die Anerkennung. Das vermeintliche Foulspiel Röchers war jedenfalls beim besten Willen nicht zu erkennen. Pech für den SVM, der übrigens mit etwas Glück auch schon in Minute sieben einen Elfer zugesprochen bekommen hätte können, als Röcher zu Boden ging.

In sechs Minuten war das Spiel entschieden

Nach der Pause wurden die Hütteldorfer in ihren Offensivbemühungen dann merklich konkreter und druckvoller, ohne jedoch (vorerst) SVM-Goalie Markus Kuster zu bezwingen – als etwa Thomas Murg bei einem Freistoß aus rund 20 Metern knapp über das Tor traf und das Runde immer wieder gefährlich nahe ans SVM-Gehäuse kam.

Und dann folgten sie schließlich, die entscheidenden Phasen in dieser Partie.

59. Minute: Patrick Farkas zog bei einem Gegenstoß in den Strafraum, wurde dabei von den Beinen geholt, allerdings blieb Schüttengrubers Pfeife stumm. 

62. Minute: Murg brachte Louis Schaub ins Spiel, der von halbrechts auf Kuster zurannte und den Ball mit links am Schlussmann des SVM zur 1:0-Führung vorbeischob.

65. Minute: Joelinton legte per Kopf auf Tamas Szanto ab, der Kuster bezwingen konnte. 2:0  – die Vorentscheidung in dieser Partie.

Danach rettete Alois Höller noch auf der Linie, nachdem Joelinton den Ball an Kuster vorbeigeschummelt hatte. Auch Kuster selbst blieb im Duell mit Murg noch einmal Sieger, ehe die Wiener noch einmal zuschlugen. Mario Pavelic tauchte nach schönem Querpass von Stefan Schwab völlig alleine vor Kuster auf und traf zum 3:0 ins lange Eck.

Fazit: Ein letztlich klarer Rapid-Erfolg. Speziell bei den beiden besagten Szenen beim Stand von 0:0  waren die Schützlinge von Trainer Ivo Vastic aber nicht vom Glück verfolgt. Weiter geht es für den SVM nun am Mittwoch im ÖFB-Cup beim SV Lafnitz und in der Bundesliga am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen Ried.

Stimmen zum Spiel

SVM-Trainer Ivo Vastic: „Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Rapid war besser, trotzdem haben wir ein reguläres Tor gemacht und das hat das Ergebnis stark beeinflusst. Wir können Entscheidungen aber nicht beeinflussen, sondern müssen weiter hart arbeiten, um schnell aus der Situation rauszukommen. Die Mannschaft ist jedenfalls willig.“

Rapid-Trainer Mike Büskens: „Was die Statistik betrifft, kann es so weitergehen. Wir haben am Donnerstag in der Europa League eine aufreibende Partie hinter uns gebracht und das Spiel total unter Kontrolle gehabt. Der Gegner ist tief gestanden, war kompakt gegen den Ball. Wir wiederum wurden für unsere Geduld belohnt. Alles in allem war es ein mehr als gerechtes und verdientes Ergebnis.“

Statistik

RAPID - MATTERSBURG 3:0 (0:0).- Torfolge: 1:0 (62.) Schaub, 2:0 (65.) Szanto, 3:0 (83.) Pavelic.

Gelb: Schrammel (40., Foul); Jano (43., Foul), Maksimenko (54, Zeitverzögerung).

SR: Schüttengruber.- Allianz-Stadion, 19.600.

Rapid: Strebinger; Pavelic, Schösswendter, Hofmann, Schrammel; Schaub (85. Arase), Grahovac, Murg, Schwab; Szanto (74. Hofmann), Joelinton (85. Kvilitaia).

Mattersburg: Kuster; Höller, Mahrer, Rath, Maksimenko; Sprangler (71. Grgic), Jano; Farkas, Perlak (86. Ertlthaler), Röcher; Bürger (71. Pink).