Mattersburg

Erstellt am 27. August 2016, 20:43

von Bernhard Fenz

Ein Remis zum Ärgern. Der SV Mattersburg trennte sich vom SKN St. Pölten mit 1:1. Eine Unachtsamkeit hinten und zahlreiche vergebene Topchancen halten die Freude über den Punkt aber in Grenzen – auch wenn der Ausgleich erst in Minute 84 fiel.

Mattersburg – St. Pölten 1:1

Viel müssen sich die SVM-Profis nach diesem Spiel nicht vorwerfen. Das, was negativ war, wiegt aber trotzdem – und ist auch der Grund dafür, warum die Mannschaft von Ivo Vastic letztlich nur ein Unentschieden erreichte.

Die Grün-Weißen spielten an sich gut, waren über die gesamte Spielzeit überlegen, kreierten teils sehr gute Chancen, mussten sich aber lediglich mit einem Punkt begnügen. Einerseits war Gäste-Goalie Christoph Riegler zur Stelle - etwa als Thorsten Röcher (der beste Mattersburger an diesem Abend) zu Beginn der Partie per Kopf den Ball wuchtig Richtung SKN-Tor bugsierte, Riegler ihn aber an die Stange abwehren konnte.

Auch Kapitän Patrick Farkas fand da eine gute Gelegenheit vor. Nach der Pause scheiterte Thorsten Mahrer an der Stange, Markus Pink kam zudem nach einem blitzschnell abgespielten Freistoß nicht an Riegler vorbei. Und auch Röcher scheiterte mit einem Schuss am Schlussmann.

Auf der Gegenseite wiederum fiel wie aus dem Nichts die Führung der Niederösterreicher (63.), als der Ball zu Segovia kam und der aus einem Gestocher das Runde über die Linie drückte. 

Dass die Burgenländer das Duell (bereits im Februar verlor Mattersburg daheim gegen den damaligen Erste-Liga-Verein im ÖFB-Cup mit 1:2) nicht verloren, lag aber wiederum am Willen und einer kampfstarken Sonderleistung im Finale. Denn dann kam sie, die 84. Minute: Pink leitete einen hohen Ball direkt an Verteidiger Thorsten Mahrer weiter, der im Strafraum der Gäste lauerte und sich im Stile eines Goaleadors keine Blöße gab – 1:1.

Ein versöhnliches Ende, das aber letztlich vom Jubelfaktor her wieder relativiert werden sollte. Denn Thorsten Röcher und Markus Pink vergaben kurz vor Schluss noch die Matchbälle und den finalen Dreipunkter, der unterm Strich auch einfach nur verdient gewesen wäre.

Stimmen zum Spiel

SVM-Kapitän Patrick Farkas: „An sich musst du diese Partie mit 4:0 gewinnen. Am Ende müssen wir aber froh sein, dass wir nicht verloren haben. Trotzdem: Ich bin mit diesem Punkt sicher nicht zufrieden.“

Patrick Bürger: „Dieses Spiel muss man einfach gewinnen. Wir haben St. Pölten totgespielt, aber einfach nicht die Tore gemacht. Das ist nur bitter.“

Thorsten Röcher: „Natürlich sind wir froh über den Ausgleich, aber der Rest ist einfach ärgerlich. Da war einerseits viel Pech dabei, andererseits müssen wir mehr Tore machen, mich eingeschlossen. Ich habe bis zum Schlusspfiff daran geglaubt, dass wir noch gewinnen werden – leider hat es nicht sollen sein.“

Mattersburg-Trainer Ivo Vastic: „Es ist schwierig, die richtigen Worte zu finden. Man sieht schon alleine ander Statistik, wie überlegen wir waren. Eigentlich sind wir am Abschluss gescheitert, da müssen wir uns auch selbst an der Nase nehmen. Bei so vielen Chancen muss man mehr machen und dieses Spiel einfach gewinnen. Aber das war heute Fußball der bitteren Seite.“

SKN St. Pölten-Trainer Karl Daxbacher: „Endlich einmal eine schlechte Statistik und einen Punkt gemacht. So kann man es zusammenfassen, nachdem wir zuletzt weit besser gespielt und nichts geholt haben. Der SVM war in allen Belangen besser, wir haben außer Kampfkraft und Einsatz nichts dagegenhalten können. Einige Spieler sind nicht in der Form, die wir uns wünschen würden. Es geht nur über den Kampf, mehr ist nicht zu sagen.“

Statistik

SV Mattersburg – SKN St. Pölten 1:1 (0:0)

Torfolge: 0:1 (63.) Segovia, 1:1 (84.) Mahrer.

Gelbe Karten: Perlak (38., Foul), Malic (80., Foul); Pirvulescu (15., Foul), Huber (31., Foul), Brandl (81., Foul).

Mattersburg: Kuster; Höller, Malic, Mahrer, Maksimenko; Jano, Grgic; Farkas (65. Bürger), Perlak (65. Ertlthaler), Röcher; Pink.

St. Pölten: Riegler; Dober, Petrovic, Huber, Grasegger, Parvulescu (86. Heerings); Stec, Perchtold (68. Brandl), Schütz; Thürauer (90. Ambichl); Segovia.

Pappelstadion, 3.000 Zuschauer, SR Harkam