Erstellt am 18. August 2016, 05:12

von Martin Ivansich

Mattersburger Durchatmen vor dem Salzburg-Gastspiel. Der enorm wichtige Sieg gegen den WAC kam für Mattersburg genau richtig: Vor dem Duell mit dem Meister.

Gejubelt. Erstmals in dieser Saison durften sich Stürmer Patrick Bürger, Trainer Ivo Vastic, Thorsten Mahrer und Lukas Rath über einen vollen Erfolg freuen.  |  Martin Ivansich

„Die Mannschaft hat eine tolle Mentalität. Diese Leistung nach drei Niederlagen war einfach mehr als zufriedenstellend“, lobte Mattersburgs Vereinsboss Martin Pucher seine Kicker.

Auch Trainer Ivo Vastic war von der Darbietung seiner Schützlinge angetan: „Man hat gesehen, dass die Mannschaft Chancen herausspielen kann und auch in der Lage ist, spielerisch überzeugend aufzutreten.“ Vastic brachte mit Michael Perlak, Marcus Pink, Nedeljko Malic und Alexander Ibser vier Änderungen gegenüber dem 0:2 gegen Sturm. Das machte sich bezahlt.

Nicht einmal eine Minute mussten die heimischen Fans warten, um bereits jubeln zu dürfen. WAC-Abwehrrecke Drescher holte Alexander Ibser von den Beinen, Schiedsrichter Harald Lechner entschied sofort auf Elfmeter. Den verwandelte Perlak sicher. Danach hatte Pink die Chance nach Höller-Flanke die Führung auszubauen, scheiterte aber knapp.

Defensiv-Patzer führte zu Gegentor

Die Gäste waren effektiver. Nutz war nach einem Stellungsfehler der Hausherren erfolgreich und stellte auf 1:1. Der SVM antwortete zehn Minuten später. Goalgetter Pink, der erstmals in dieser Saison in der Startelf stand, traf nach tollem Zusammenspiel von Perlak zum 2:1. Danach gab es nur noch einen Aufreger in Halbzeit eins. Mittelfeldspieler Thorsten Röcher wurde von zwei WAC-Verteidigern von den Beinen geholt. Diesmal gab es aber keinen Elfmeter.

Nach dem Seitenwechsel agierte Mattersburg weiter clever, stellte sich nicht hinten rein und versuchte, das vorentscheidende dritte Tor zu erzielen. Nach gutem Pressing eroberte Angreifer Alexander Ibser im Strafraum den Ball und konnte nur noch von Goalie Alexander Kofler gefoult werden. Perlak übernahm erneut Verantwortung und verwandelte den zweiten Elfmeter.

Mit dem Zwei-Tore Vorsprung im Rücken agierten die Grün-Weißen noch sicherer. Nur zweimal kamen die Kärntner noch gefährlich vor das Mattersburger Tor, scheiterten aber jeweils am glänzenden Schlussmann Markus Kuster.

Letztendlich fuhren die Mattersburger einen wichtigen Sieg ein, der gleichzeitig den ersten Punktgewinn der Saison sowie den ersten Dreier, seit 12 Spielen bedeutete.

Weiter geht es für die Mattersburger am Samstag gegen Meister Salzburg. „Das ist ein ganz anderes Kaliber“, weiß Vastic, der sich aber durchaus Chancen auf Punktezuwachs ausrechnet: „Der WAC hat es vorgemacht und gezeigt, wie man in Salzburg bestehen kann.“

„Defensiv müssen wir noch stabiler sein“

Das Rezept für ein Erfolgserlebnis in Salzburg ist für den Mattersburger Coach klar: „Wir müssen defensiv noch stabiler stehen als zuletzt und unsere Chancen nutzen. Wir haben ja nun gegen den WAC bewiesen, dass wir genügend kreieren können. Gegen den Meister werden wir aber effizienter sein müssen, weil ganz so viele wie gegen den WAC werden wir wohl nicht bekommen.“

Rechtzeitig für das Gastspiel in der Mozartstadt sind beinahe alle Mattersburger einsatzfähig. Nur hinter dem Einsatz von Alexander Ibser steht ein Fragezeichen. „Er hat sich gegen den WAC eine leichte Blessur zugezogen, da muss man noch abwarten. Es wäre aber sehr schade, wenn wir auf ihn verzichten müssten. Er hat ein sehr starkes Spiel absolviert“, so Vastic.