Erstellt am 23. September 2016, 06:07

von Bernhard Fenz

Ried wird für den SVM auch zu einer Glaubensfrage. Am Samstag folgt gegen Ried das erste zweier richtungsweisender Spiele – da ist der SVM auch mental gefordert.

Unbelohnt. Thorsten Mahrer (l.) und Co. verteidigten gegen Rapid (Joelinton, r.) lange kompakt. Am Ende half es nichts – 0:3.  |  BVZ

Tor zum 0:1 aberkannt, zweimal Elferalarm (Thorsten Röcher in der ersten Halbzeit, Patrick Farkas in der zweiten Halbzeit) ohne Penalty für den SVM, dann ein Doppelschlag kassiert und am Ende klar geschlagen: Das Antreten für Mattersburg beim 0:3 in Wien gegen Rapid war einfach nur bitter.

Oder, wie es der Sportliche Leiter Franz Lederer ausdrückte: „Gehen wir davon aus, dass das jetzt die Talsohle war.“ Speziell was unglückliche Entscheidungen gegen die Burgenländer betraf: „So sieht das Match nach einer geraden Sache aus – und wir sind wieder die Deppen.“

Hadern wäre jetzt fatal

Kein Thema: Die Hütteldorfer waren freilich überlegen. Trotzdem wäre Chefcoach Ivo Vastic „neugierig“ gewesen: „Und zwar, wie Rapid in Rückstand reagiert hätte. Wir haben nämlich bis zur Führung kompakt verteidigt und uns auch von der Atmosphäre nicht einschüchtern lassen.“ Am Ende wurde es aber doch noch eine deutliche Pleite. In Selbstmitleid wolle man nun freilich nicht verfallen. Hadern wäre auch fatal.

Zu wichtig sind die nächsten beiden Spiele, bevor die Bundesliga länderspielbedingt wieder pausiert. Am Samstag ist Ried zu Gast im Pappelstadion, eine Woche später muss Mattersburg zur Admira. Aufgaben, die für Offensivmann Patrick Bürger auch eine mental wichtige Angelegenheit werden: „Jetzt müssen wir einfach dranbleiben und an uns glauben. Bereits in der letzten Saison haben wir uns selbst aus schwierigen Situationen rausgezogen. Jeder weiß auch jetzt, was zu tun ist.“

Die Rechnung ist jedenfalls denkbar klar. Bürger: „Das Spiel gegen Ried ist einfach zu gewinnen.“ Hier kommt die Glaubensfrage ins Spiel, also sagt auch Trainer Ivo Vastic: „Es ist sehr schwierig, die negativen Erlebnisse der letzten Zeit zu verarbeiten. Trotzdem trägt die Mannschaft genug Motivation in sich, um auch das 0:3 gegen Rapid schnell abzuhaken und rasch nach vorne zu schauen.“