Mattersburg

Erstellt am 11. August 2016, 05:51

von Martin Ivansich

SVM-"Co" Russ: „Wir müssen die Köpfe frei kriegen“. Nach drei Niederlagen in Folge steht der SVM immer noch ohne Punkt da und gegen den WAC unter Druck.

Ägerlich. Das Trainerduo Ivo Vastic (r.) und Kurt Russ ärgerte sich beim 0:2 gegen Sturm über individuelle Fehler bei den Gegentoren.  |  Ivansich

Trainer Ivo Vastic musste seine Elf beim Heimspiel gegen Sturm erneut umkrempeln. Julius Ertlthaler stand erstmals in der Startelf, weil Manuel Seidl wegen einer Leistenverletzung nicht einsatzfähig war. Auch Stürmer Marcus Pink und Defensivmann Michael Novak mussten verletzungsbedingt auf der Tribüne Platz nehmen.

Vor der Pause standen die Mattersburger gut organisiert, ließen nur einmal Grazer Gefahr aufkommen, aber Vitaljis Maksimenko klärte in höchster Not. Zuvor hatte Alois Höller eine gute Chance, schoss nur knapp am Tor vorbei. Danach war es ein ausgeglichenes Spiel ohne große Höhepunkte auf beiden Seiten. „Wir haben vor der Pause wenig zugelassen, hätten die eine oder andere Möglichkeit besser fertig spielen können“, so Mattersburgs Co-Trainer Kurt Russ.

Gegentor gleich nach dem Seitenwechsel

Die erste Chance nach der Pause hatte wieder Mattersburg, doch die scharfe Hereingabe von Julius Ertlthaler konnte von Sturms Defensive gerade noch rechtzeitig entschärft werden. Im Gegenzug machten es die Steirer besser, profitierten aber auch von Unachtsamkeiten der Heimischen. Deni Alar wurde sträflich vernachlässigt und blieb im Duell mit Markus Kuster siegreich.

Die kalte Dusche zeigte Wirkung, Sturm konnte nachlegen. Sturm profitierte von einem schlechten Mattersburger Abschlag, Edomwonyi  kam an der Strafraumgrenze zum Ball und erzielte per Schuss aus der Drehung das 2:0. Mattersburgs Aufbäumen blieb zwar nicht zu übersehen, so richtig zwingend wurde man aber nur noch einmal. Lukas Rath hätte es 20 Minuten vor dem Ende noch einmal spannend machen können, schoss aber aus kurzer Distanz freistehend über das Grazer Gehäuse.

Thorsten Röcher und seine Offensivkollegen waren gegen Sturm zu harmlos. Am kommenden Samstag muss sich die SVM-Angriffsabteilung steigern, um erstmals in dieser Saison anzuschreiben. Fotos: Ivansich  |  Martin Ivansich

Für die Burgenländer bedeutete dies die dritte Niederlage im dritten Saisonspiel. „Wir dürfen jetzt nicht die Köpfe in den Sand stecken. Es war nicht alles schlecht in dieser Saison. Da waren auch sehr gute Phasen, vor allem gegen die Admira und erste Halbzeit in Wien, dabei. Wir müssen einfach zu mehr Chancen kommen und diese auch nutzen“, gibt Kurt Russ die Devise aus.

Schon am kommenden Samstag kann sich der SVM ein wenig rehabilitieren, wenn man um 18.30 Uhr im Pappelstadion auf den WAC trifft. Russ: „Ich schätze den Gegner ähnlich ein wie Sturm. Wir müssen jedenfalls an uns glauben. Ich bin von unserer Mannschaft überzeugt, dass sie gegen den WAC punkten kann. Es wird nicht leicht, weil wir die Köpfe frei bekommen müssen, aber dazu sind wir in der Lage.“ Vor allem die Offensive, die zuletzt nicht so richtig in Schwung war, könnte wieder belebt werden. Marcus Pink ist wieder im Training und für das Spiel gegen die Kärntner eine Option.

Einsatz für Seidl und Novak noch fraglich

Für Manuel Seidl könnte es hingegen mit einem Einsatz am Samstag eng werden. „Er hat eine Leistenverletzung, da muss man dann immer vorsichtig sein“, so Russ. Ähnlich sieht es bei Michael Novak aus. Auch er ist angeschlagen und für das Spiel gegen den WAC fraglich.

Der WAC kommt jedenfalls mit einem Erfolgserlebnis ins Burgenland. In der vergangenen Runde holte die Pfeifenberger-Truppe mit dem 1:0 gegen Ried den ersten Saisonsieg. Im Vorjahr holte der SVM gegen den WAC in zwei Heimspielen vier Punkte. Anschreiben wäre diesmal auch dringend notwendig.