Mattersburg

Erstellt am 28. Juli 2016, 05:50

von Bernhard Fenz

SVM: Es darf dreckig sein. Nach dem Auftakt-K.o. gegen die Admira will der SVM bei der Austria punkten – dabei braucht es keinen Schönheitspreis.

Harter Kampf: So sehr sich Nedeljko Malic (l.) und seine Mitspieler auch bemühten – das Tor der Admira (im Bild Markus Wostry) blieb im Pappelstadion wieder einmal wie vernagelt. In der Vorsaison siegten die Südstädter auswärts mit 4:0 und 3:0, jetzt mit 1:0. Foto: Martin Ivansich  |  Martin Ivansich

Über den grünen Klee lobte Admiras Trainer Oliver Lederer den SV Mattersburg nach dem 1:0-Sieg am Sonntagabend. Die Burgenländer seien viel stärker als die bisherigen Europa League-Gegner der Südstädter gewesen, „haben uns die Flanken phasenweise im Minutentakt um die Ohren gehaut und uns über weite Strecken gefordert – manchmal überfordert.“

Ergo sprach der siegreiche Coach auch von der Effizienz seiner Mannschaft und von einem dreckigen Sieg. Genau einen solchen hätte Gegenüber Ivo Vastic gerne eingefahren, wie er nach dem Spiel zugab. „Die Leistung war toll. Aber wenn wir solche Sitzer auslassen, ist es bitter.“

Am Sonntag geht's ins Happel-Stadion

So steht seine Truppe nach dem Auftakt mit null Punkten da, obwohl sie einerseits richtig viel Pech (Stangenschuss Thorsten Röcher, Lattenkopfball Markus Pink) hatte und andererseits fehlende Kaltschnäuzigkeit im Abschluss an den Tag legte. Patrick Bürger und Patrick Farkas hatten vor der Pause die großen Gelegenheiten, Alex Ibser ließ den Fans in Hälfte zwei den Torschrei im Hals stecken, als er einen fallen gelassenen Ball von Jörg Siebenhandl nicht im Tor unterbrachte.

Sei‘s drum. Am Sonntag (16.30 Uhr) folgt die nächste Gelegenheit, um zu punkten. Da muss der SVM im Happel-Stadion bei der Wiener Austria bestehen. Die ambitionierte, wenn auch unbelohnte Darbietung gegen die Admira gebe Vastic jedenfalls „die Zuversicht, dass wir in den nächsten Spielen Zählbares mitnehmen“. Und auch Patrick Bürger, am Sonntag glücklos vor dem Tor, stellte klar: „Wenn alle 100 Prozent geben, wird es jeder Gegner gegen uns schwer haben.“

Dafür braucht es aber auch die Effizienz der Admira, die mit einem Flachschuss von Christoph Knasmüllner den Auswärtssieg fixierte. Denn ob die Austria am Sonntag so viele Mattersburger Hochkaräter zulassen wird, ist eher fraglich.

Personell sollte Thorsten Mahrer fit sein. Er fehlte gegen die Südstädter wegen eines Magen-Darm-Virus. Auch Michi Perlak, nach seiner Verletzung in der Vorbereitung wieder voll im Training, sollte eine weitere mögliche Option sein.