Mattersburg

Erstellt am 28. September 2016, 06:09

von Bernhard Fenz

SVM fährt grollfrei zur Admira. Auf den SVM wartet die extrem wichtige Partie in der Südstadt. Mario Grgic: „Wir nehmen das Positive mit.“

Endlich wieder einmal befreiter Torjubel in Mattersburg. Mario Grgic hatte in der 83. Minute mit einem herrlichen Flachschuss ins Eck das 1:0 gegen Ried erzielt und drehte zum Jubeln Richtung SVM-Fans ab. Nach dem Schlusspfiff war dieses Glücksgefühl zweitrangig – ein Elfer bedeutete das 1:1.  |  BVZ, Ivansich

Elfer oder nicht Elfer, das war die Frage am Samstag nach dem späten Rieder Ausgleich zum 1:1. Alois Höller, der in das ominöse Duell mit Peter Zulj verwickelt war, stellte gleich im Anschluss klar: „Kein Elfer. Er sucht den Kontakt und läuft in mich rein.“

Trainer Ivo Vastic sah es auch so und sagte: „Da habe ich vorher bei einer Attacke im Strafraum an Thorsten Röcher viel mehr gesehen. Die Fehlpfiffe gegen uns summieren sich derzeit – und sind in dieser Situation natürlich schwierig zu verarbeiten.“

„Bisher mit fast allen Gegnern auf Augenhöhe“

Verarbeiten. Das ist auch jenes Stichwort, das vor dem Spiel am Samstag bei der Admira greifen sollte. Da wollen die Burgenländer mit neuem Mut punkten.

Mario Grgic, der 13 Minuten nach seiner Einwechslung mit einem tollen Flachschuss aus 25 Metern das 1:0 erzielte (83.), spricht es an: „Natürlich ist es extrem bitter, dass wir am Schluss noch den Ausgleich kassiert haben. Aber wir sind Profis und nehmen das Positive mit. Man hat bisher gesehen, dass wir mit fast allen Gegnern auf Augenhöhe sind. Auch gegen Ried waren wir am Drücker. Warum sollen wir also nicht zuversichtlich bleiben und Gas geben?“

Persönlich war der Treffer für den 25-jährigen Steirer nach dem ÖFB-Cup-Aus in Lafnitz (Grgic verschoss einen Elfer) jedenfalls ein Highlight. „Davor war es nicht so einfach für mich, da fällt jetzt schon einiges ab.“

Toth: „Sieg in Ritzing war der Knackpunkt“

Einiges abgefallen ist vor dem Duell am Samstag bereits bei der zuletzt schwer kriselnden Admira. Nach dem 3:1-Erfolg unter der Woche im ÖFB-Cup beim SC Ritzing setzten sich die Niederösterreicher auch noch 2:1 bei der Austria durch.

Dementsprechend erfreut zeigte sich auch der Neusiedler im Dress der Admira, Daniel Toth: „Das Spiel in Ritzing war der positive Knackpunkt, weil es wichtig für unsere Köpfe war. Da haben wir gesehen, dass wir es draufhaben. Am Samstag waren wir bei der Austria zwar nicht überlegen, verteidigten aber kompakt und hatten das nötige Spielglück auf unserer Seite.“

Trotz der punktuellen Rückkehr in die Erfolgsspur müsse man laut Toth am Samstag gegen den SV Mattersburg aber bis an die Grenzen gehen. „Ein sehr schwieriges Spiel gegen einen unmittelbaren Gegner. Dass Mattersburg nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt, müssen wir ausnützen. Ich erwarte aber eine ganz enge Begegnung.“

Und Ivo Vastic? Der Trainer will mit seinem Team ob der erfolglosen Phase (der letzte Sieg datiert vom 13. August – ein 3:1 gegen den WAC) nicht den Kopf in den Sand stecken. „Die Mannschaft ist entschlossen zu kämpfen und will diese herausfordernde Situation auch meistern.“

Personalie Varga ist „keine Eintagsfliege“

Personell überraschte gegen Ried speziell die Einberufung von Barnabas Varga im Sturm. Der 22-jährige Ungar, im Sommer aus Eberau geholt und an sich im Kader der Amateure, gilt als Offensivkraft mit Perspektive. „Varga hat die Chance genützt. Sein Einsatz ist sicher keine Eintagsfliege, wieso sollen wir nicht weiter auf ihn setzen?“

Dafür berücksichtigte Vastic Stürmer Markus Pink gar nicht für den Kader, der 25-jährige Kärntner spielte tags darauf 66 Minuten für die Amateure in der BVZ Burgenlandliga gegen Wimpassing. Begründung: „Im Moment hat er nicht die nötige Form, in der wir ihn brauchen.“