Mattersburg

Erstellt am 02. September 2016, 06:12

von Bernhard Fenz

SVM: Keine Suche nach verlorenen Punkten. „Wir lassen zu viel liegen.“ Mattersburg-Coach Ivo Vastic zeigt sich nach sechs Runden trotzdem nicht beunruhigt.

Mit Biegen und Brechen: Es war sympathisch und auch wichtig, dass der SV Mattersburg am Samstag gegen den SKN St. Pölten trotz des unerwarteten Gegentreffers nicht die Flinte ins Korn warf und weiter andrückte – hier probierte Nedeljko Malic nach einem Corner per Kopf sein Glück. Am Ende reichte es zu einem Punkt.  |  BVZ

Die Tabelle lügt nicht. Also bleibt nach sechs gespielten Runden und dem Blick auf das bisherige Mattersburger Abschneiden eine Erkenntnis stehen: Es ist noch zu wenig, was Grün-Weiß bisher eingeheimst hat.

„Goalie Riegler hat teilweise sensationell reagiert“

Aktuell nistet sich die Mannschaft von Trainer Ivo Vastic mit vier Punkten als Achter in der zweiten Tabellenhälfte ein – punktegleich mit Schlusslicht Ried und den St. Pöltenern. Gegen Letztere war am Samstag weit mehr möglich, am Ende verhinderte Thorsten Mahrer in Minute 84 mit dem hochverdienten 1:1-Ausgleich zumindest noch die totale Pleite.

Eine einzige Aktion bescherte den Gästen die völlig überraschende Führung, davor und danach ließ Mattersburg vor allem eines: gute Chancen ungenützt. Vastic analysierte: „Goalie Christoph Riegler hat teilweise sensationell reagiert, so auch ganz am Schluss beim möglichen Siegestreffer von Thorsten Röcher. Auf der anderen Seite haben wir im Abschluss phasenweise auch die falschen Entscheidungen getroffen, etwa als Markus Pink zweimal die Möglichkeit direkt vor Riegler hatte.“

Solange das Auftreten passt, sieht es gut aus

0:1 als bessere Mannschaft zum Auftakt gegen die Admira, jetzt 1:1 als klar besseres Team gegen St. Pölten. Zwei Beispiele aus den ersten sechs Runden machen dem Trainer klar: „Wir lassen noch zu viel liegen. Dabei investiert die Mannschaft sehr viel.“

Ergo sei es das klare Ziel, gute Leistungen in Punkte umzumünzen. Klingt gut. Aber wie geht das? „Wichtig ist für mich, dass die Mannschaft grundsätzlich gut spielt und dementsprechend auftritt.“

Früher oder später würden dann auch die nötigen Punkte folgen. „Von daher bin ich auch nicht beunruhigt. Wir arbeiten jedenfalls daran und haben schon schlimmere Situationen gemeistert.“

Dass nach der Meisterschaftspause mit Altach (10. September) und Rapid (18. September) zwei schwierige Auswärtspartien folgen, soll jetzt noch kein Kopfzerbrechen bereiten. „Mit diesem Druck können wir umgehen“, stellt der Cheftrainer klar, der aber jetzt auch keinen Punkten mehr nachtrauern will. „Was wäre, wenn, hilft nicht. Wir müssen jetzt mit den Fakten realistisch umgehen.“

Denn die Tabelle lügt nicht.