Mattersburg

Erstellt am 07. Oktober 2016, 06:32

von Bernhard Fenz

SVM: Mit Erklärungsnot in die Länderspielpause. Rätselraten bei Schlusslicht Mattersburg. Trainer Ivo Vastic: „Wir müssen noch näher zusammenrücken.“

Bittere Pille: Lukas Rath (r., hier gegen Christoph Monschein) und der SV Mattersburg mussten bei der Admira den nächsten Rückschlag hinnehmen. Foto: Ivansich  |  Martin Ivansich

Es gab schon einmal bessere Meisterschaftspausen für den SV Mattersburg. Während Österreichs Nationalteam morgen, Donnerstag, daheim gegen Wales und am Sonntag in Serbien um WM-Qualifikationspunkte kämpft, muss man beim SVM versuchen im Zuge der Länderspielpause einen schweren mentalen Rucksack abzuschütteln.

Eigentor entschied nullnummer-verdächtiges Spiel

Die Burgenländer sind mit fünf Punkten Letzter, konnten nur eines der bisherigen zehn Saisonpartien gewinnen und haben mittlerweile nur noch St. Pölten (6) und den WAC (9) im direkten Blickfeld.

Dass zuletzt sowohl Spielverlauf als auch Schiedsrichterentscheidungen nicht auf der Seite der Burgenländer waren, ist die eine Seite. Andererseits trugen die Grün-Weißen auch unterm Strich zu wenig bei, um sich davon unabhängig machen zu können. Zuletzt entschied bei der Admira ein Eigentor von Thorsten Mahrer (er wurde bei einer Hereingabe an der Brust getroffen) das nullnummer-verdächtige Spiel.

Trainer Ivo Vastic: „Das war schon ein schwerer Schlag. Dabei haben wir nicht viel zugelassen und hätten ohne weiteres einen Punkt holen können.“ Stattdessen wurde es ein Nuller.

Eine Runde davor gingen ebenfalls zwei Zähler flöten. Da verwandelte ein (aus SVM-Sicht ungerechtfertigter) Elfer in der Nachspielzeit gegen Ried den vermeintlichen 1:0-Heimsieg noch in ein 1:1.

„Befinden uns in der umgekehrten Spirale“

Mittlerweile sind Ried und die Admira den Burgenländern in der Tabelle enteilt. Übrig bleiben die harten Fakten. Franz Lederer, Sportlicher Leiter: „Momentan ist es unerklärbar. Wenn du im positiven Sinn einen Lauf hast, geht alles auf. Wir befinden uns derzeit in der umgekehrten Spirale, wo dann ein Eigentor so ein Spiel entscheidet.“

Was tun also? Nach wie vor vertraut man in Mattersburg darauf, gemeinsam die Trendumkehr zu schaffen. Lederer: „Es hilft nichts, wir müssen allesamt Ruhe bewahren und uns auf die tägliche Arbeit konzentrieren. Wilder Aktionismus bringt uns jetzt nicht weiter.“

Stattdessen will Vastic, dessen Team saisonübergreifend nur eines von 19 Spielen für sich entscheiden konnte, die spielfreie Woche zum Wundenlecken nutzen: „Wir müssen da jetzt einfach durch, noch näher zusammenrücken und rasch wieder aufstehen.“

Nachsatz: „Wenn wir durch diese herausfordernde Lage kommen, können wir noch stabiler werden und auch wieder kontinuierlich Punkte sammeln. Dafür braucht es aber den ersten Schritt – der ist der wichtigste.“

Apropos herausfordernd. In den nächsten zwei Runden sind mit Austria daheim und Sturm Graz auswärts zwei Hochkaräter zu bekämpfen. Es wird also fix nicht leichter.