Erstellt am 25. August 2011, 11:34

Tom Weninger neuer ÖSV-Cheftrainer. Mit einem neuen Cheftrainer gehen die heimischen Parallel-Snowboard-Asse in die kommende Saison. Der Burgenländer Tom Weninger folgt in dieser Funktion dem 39-jährigen Niederösterreicher Felix Stadler nach, der das Weltcup-Team rund um Benjamin Karl, Andreas Prommegger, Sigi Grabner, Marion Kreiner, Claudia Riegler und Co. seit dem Jahr 2006 betreut hatte.

Der aus Forchtenstein stammende Weninger gehört seit der Saison 2001/02 dem Betreuerstab des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) an und arbeitete zuletzt erfolgreich als Spartentrainer mit der Europacup-Gruppe. So war der 37-Jährige maßgeblich daran beteiligt, dass seit 2007 der Europacup-Gesamtsieg in der Parallel-Wertung in Summe achtmal nach Österreich ging.

Unter Weninger, der bis 2009 gemeinsam mit Gerald Kerschhackel auch die Snowboardcross-Talente unter seinen Fittichen hatte, eroberte außerdem der ÖSV-Nachwuchs bei den jüngsten fünf Junioren-Weltmeisterschaften nicht weniger als 21 Medaillen (4 Gold, 7 Silber, 10 Bronze).

"Das Parallel-Team hat in den vergangenen Jahren großartige Triumphe gefeiert. Ich werde alles daran setzen, damit wir an diese Erfolge anknüpfen können. Im kommenden Winter, in dem ja kein Großereignis auf dem Programm steht, peilen wir den Gewinn des Parallel-Weltcups sowohl bei den Herren als auch den Damen an", lauten Weningers ambitionierte Ziele. Um diese Vorgaben auch zu erreichen, schwitzen die Herren seit Dienstag beim ersten gemeinsamen Saison-Vorbereitungskurs in Saas Fee in der Schweiz.

An der Seite von Weninger wird Bernd Krug weiter als Co-Trainer fungieren. Neu im Betreuerteam ist Manuel Kruselburger, der als dritter Coach zur Parallel-Mannschaft stößt. "Tom Weninger arbeitet seit über einem Jahrzehnt sehr erfolgreich im ÖSV. Die Berufung zum Cheftrainer nach dem Rücktritt von Felix Stadler war deshalb ein logischer Schritt. Bei ihm ist unsere Parallel-Mannschaft in guten Händen", erklärte Christian Galler, der sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV.

Galler dankte auch Stadler, der "ein Team geformt hat, das im Weltcup sowie bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen zu einem Erfolgsgaranten geworden ist", für dessen "tolle Arbeit". Unter Stadler haben die ÖSV-Boarder bei den vergangenen drei Weltmeisterschaften fünfmal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze erobert. Dazu kommen noch die Olympia-Medaillen im Parallel-Riesentorlauf von Benjamin Karl (Silber) und Marion Kreiner (Bronze) bei den Winterspielen in Vancouver 2010 sowie insgesamt sechs Triumphe im Gesamtweltcup, zuletzt in der abgelaufenen Saison durch Benjamin Karl. Ab der kommenden Saison wird Stadler als Privat-Coach der Japanerin Tomoka Takeuchi tätig sein.