Erstellt am 17. September 2015, 06:07

von Martin Ivansich und Bernhard Fenz

Top-1.000 als erste Hürde nach oben. David Pichler und Eva Nyikos siegten im Doppel. Sie bilden mit Karoline Kurz ein rot-goldenes Trio, das nach mehr strebt.

Entschlossen. David Pichler sicherte sich den Doppel-Staatsmeistertitel - und strebt nach mehr.  |  NOEN, Didi Heger
Für David Pichler war die vergangene Woche eine rundum erfolgreiche. Bei der Staatsmeisterschaft in Oberpullendorf gelang dem Osliper der Einzug ins Viertelfinale.

Dort war gegen den Kärntner Patrick Ofner Endstation. „Mit den Darbietungen in den ersten beiden Spielen bin ich sehr zufrieden, auch gegen Ofner war es keine schlechte Leistung. Es war eine enge Partie, in der er kaum Fehler gemacht hat“, zog Pichler Bilanz.

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Im Doppelbewerb sicherte sich der 19-Jährige gemeinsam mit seinem Partner Lenny Hampel nach einem w.o.-Erfolg im Halbfinale mit nur einem Auftritt den Titel.

Dabei besiegte das Wien/Burgenland-Duo aber die starken Gegner Tristan Samuel Weissborn und Maximilian Neuchrist (beide Wien) mit 7:6 und 6:4. „Es war zwar nur ein Spiel, das war aber sehr gut.“



Seine starke Woche schloss Pichler mit dem TC St. Margarethen ab. Im Play off-Spiel gegen Hochwolkersdorf fixierte man den Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der kommenden Woche steht nun Urlaub auf dem Programm. Diesen verbringt Pichler in Kroatien, bevor er den Oktober in Gratkorn beim Grundwehrdienst weilt.

Gegen Ende des Jahres versucht der Burgenländer dann, unter die Top 1.000 in der ATP-Weltrangliste zu gelangen, aktuell liegt er auf Platz 1.068. Dabei stehen Future-Turniere in Zypern und der Türkei an.

„Tennis und Schule muss sich vereinbaren lassen“

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Ähnlich zufrieden wie Pichler resümierte Eva Nyikos – sie ist noch auf der ITF-Nachwuchs-Tour aktiv – ihren Auftritt bei den Staatsmeisterschaften.

Die 17-Jährige kam im Einzel ins Viertelfinale. „Ich habe in Runde zwei von der Absage von Julia Grabher profitiert, aber nichtsdestotrotz ein starkes Turnier gespielt. Der Höhepunkt war natürlich der Doppelbewerb, wo ich mit Julia Wolfgruber das Nummer-eins-Gespann Janina Toljan und Daniela Kix bezwingen konnte“, so Nyikos.

Im Finale gab es dann einen kampflosen Erfolg. Die Gegnerinnen mussten vorher w.o. geben. Für die nächsten Wochen ist Nyikos gerade dabei, sich einen Plan zu machen: „Immerhin muss ich Schule und Tennis so vereinbaren, dass ich beides nicht zu sehr vernachlässige.“

Matura erledigt, jetzt totaler Profi-Fokus

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Lokalmatadorin Karoline Kurz (19) wiederum musste bei der Staatsmeisterschaft krankheitsbedingt passen. In der Weltrangliste liegt die Oberpullendorferin, die im Juli maturierte, auf Rang 1.079 – und spielt dabei vorwiegend Future-Turniere.

Nächstes Ziel ist die ATP-Challenger-Tour, die zirka ab Weltranglistenplatz 500 realistisch ist. Der Plan: „Nächstes Jahr möchte ich auf jeden Fall Challenger-Turniere spielen und die Future-Tour überwinden, weil es passieren kann, dann steckenzubleiben. Vom Spielerischen her bin ich überzeugt, dass ich das schaffen kann.“

Zum Ausblick auf die Profi-Karriere meint Kurz: „Wenn ich in den nächsten zwei Jahren unter den Top-300 bin, mache ich auf jeden Fall weiter. Druck habe ich jedenfalls keinen, da viele Profis die Schule abbrechen und mir so einige Jahre voraus sind. Angenommen, es klappt bei mir nicht, muss ich keine Schulausbildung nachholen und gehe dann eben gleich studieren. Mit dem Lernen habe ich kein Problem.“