Erstellt am 13. Mai 2011, 15:56

Top-Trio steht im Titelkampf vor Pflichtsiegen. Die Austria steht im Meisterschaftsrennen der Fußball-Bundesliga vor einem Pflichtsieg. Bei zwei Zählern Rückstand auf Sturm Graz und einem auf Salzburg dürfen sich die Violetten im Heimspiel gegen Wacker Innsbruck am Samstag keinen Umfaller erlauben.

Die Austria steht im Meisterschaftsrennen der Fußball-Bundesliga vor einem Pflichtsieg. Bei zwei Zählern Rückstand auf Sturm Graz und einem auf Salzburg dürfen sich die Violetten im Heimspiel gegen Wacker Innsbruck am Samstag (18.30 Uhr) keinen Umfaller erlauben. Fahren die Veilchen drei Punkte ein, so muss auch Sturm zeitgleich beim LASK siegen sowie Salzburg am Sonntag in Mattersburg nachziehen.

Die Tiroler reisen bei acht Zählern Rückstand auf einen Europacup-Rang ohne Druck nach Wien. Beide Teams gehen dezimiert in die Partie. Die Austria ist im Finish bei drei ausstehenden Spielen und dem weitaus schwereren Restprogramm auf fremde Hilfe angewiesen. Auch deshalb wollte Trainer Karl Daxbacher erst einmal das Mindestziel ins Auge fassen. "Wir wollen mit einem Sieg einen Europa-League-Startplatz absichern. Und dann natürlich auch Sturm Graz und Salzburg unter Druck setzen." Der Austria fehlen die nach dem 1:1 in Graz gesperrten Nacer Barazite und Zlatko Junuzovic, in den Reihen des Aufsteiger müssen Marcel Schreter und Harald Pichler ihre Sperren absitzen.

Die Hürde für Sturm scheint keine allzu hohe. Der als Absteiger feststehende LASK würde im Titelrennen aber gerne den Stolperstein abgeben. Drei Spiele trennen die Grazer vom Titelgewinn. LASK-Trainer Walter Schachner kündigte aber einen schweren Gang an. "Geschenke gibt es nur zu Weihnachten. Wenn Sturm hier Punkte mitnehmen möchte, werden sie sich das hart erarbeiten müssen."

Mit drei Siegen beim LASK, in Wr. Neustadt und zu Hause gegen Wacker Innsbruck hätte Sturm den dritten Meistertitel der Clubgeschichte, den ersten seit 1999, sicher. "Wir sind in der Lage, aus eigener Kraft den Titel zu holen. Das wollen wir bleiben", betonte Sturm-Coach Franco Foda, der mit seinem Team seit vier Runden ungeschlagen ist.

AUch dem wiedererstarkten Meister steht am Sonntag (16.00 Uhr) im Burgenland das nächste "Finale" im Kampf um eine Titelverteidigung bevor. Salzburg gastiert beim SV Mattersburg, der den Klassenerhalt in der Tasche hat. Ein Sieg scheint Pflicht. Unter Ricardo Moniz, der Anfang April seinem Landsmann Huub Stevens nachgefolgt ist, haben die Bullen zuletzt drei Spiele in Folge gewonnen - und mit einer neuen Offensiv-Philosophie zumindest phasenweise überzeugt.

Anstelle des erkrankten Brasilianers Alan dürfte im Zentrum erneut Roman Wallner stürmen. Einen Freibrief erteilte Moniz aber keinem seiner Schützlinge. "Wer brennt, der spielt. Wer nicht brennt, der spielt nicht. Das ist auch in den vergangenen Wochen unsere Kraft gewesen", meinte der 46-Jährige, der frischen Wind ins Bullen-Lager gebracht hat.

Rapid hingegen kämpft am Samstag nur mehr um die letzte Chance auf eine Teilnahme am Europacup. Bei einem Punkteverlust der Hütteldorfer in Ried und gleichzeitigen Siegen von Austria und Salzburg wäre der letzte Funken Hoffnung auf das Erreichen des Saisonzieles erloschen. Rapid liegt als Fünfter einen Zähler hinter Ried und fünf hinter der drittplatzierten Austria, die man mit Fremdhilfe dank des Derbys in der nächsten Runde noch abfangen könnte.