Erstellt am 28. Februar 2015, 05:35

von Bernhard Fenz

Burgenlands Kicker auf großer und kleiner Fahrt. Nicht nur die Mattersburg-Profis waren im Winter aktiv. Viele Unterhaus-Klubs fuhren oder flogen auch weg – mit unserem großen Überblick haben Sie den Durchblick.

SV Mattersburg. Die Profis konnten beim Trainingslager in Portugal über ausgezeichnete Bedingungen jubeln - in dieser Szene war der Grund der allgemeinen Heiterkeit ein gewonnenes Aufwärm-Spiel, bei dem es darum ging, welche der beiden Gruppen rascher eine vorgegebene Formation darstellen kann. Aber auch viele burgenländische Teams aus dem Amateurbereich verbrachten im In- und Ausland gemeinsame Trainingstage. Foto: Bernhard Fenz  |  NOEN, Bernhard Fenz
Dass der SV Mattersburg als Profiklub ein Wintertrainingslager ausrichtet, versteht sich fast von selbst. Längst enden die Grenzen des Machbaren bei einem Trainingscamp aber nicht mehr beim Übergang vom Professionalismus zum Amateurtum.

Große Wichtigkeit des Teambuilding

Wie die BVZ im folgenden burgenlandweiten Überblick zeigt, zieht sich der Trend einer Trainingslager-Ausrichtung bis in die untersten Klassen. Klarerweise ist die Häufigkeit in den Fußball-Niederungen aber – noch – überschaubar. Welche Haupterkenntnisse gewonnen werden konnten?

Praktisch alle Klubs sehen bei einem gemeinsamen Trainingslager, und mag es auch noch so kurz sein, den Teambuilding-Gedanken mindestens gleich wichtig wie die besseren Trainingsbedingungen. Ganz nach dem Motto: In besagten Tagen wird der Zusammenhalt gestärkt.

Viel Spaß beim Schmökern!


Burgenländische Klubs auf Trainingslager:

SKY GO ERSTE LIGA

SV Mattersburg
Zeit: 7. bis 16. Februar.
Ort: Vale do Lobo, 20 Kilometer von Faro an der portugiesischen Algarve entfernt.
Finanzierung: Verein kam für die Kosten.
Personal: 24 Spieler, zwei Torleute, drei Betreuer, zwei Masseure und Funktionäre.
Zweck: Professionelle Naturrasen-Vorbereitung auf das Frühjahr.

REGIONALLIGA OST

SC/ESV Parndorf

Zeit: 7. bis 14. Februar.
Ort: Belek (Türkei).
Finanzierung: Knapp zwei Drittel wurden vom Verein aufgebracht, für den Rest kamen die Spieler selbst auf.
Personal: Mit dabei waren zwei komplette Mannschaften, also das Ostliga-Team und jenes der 1b – das waren 32 Spieler, vier Torleute, vier Betreuer, drei Masseure und Funktionäre.
Zweck: Obmann Gerhard Milletich: „Weil wir die Ostliga-Truppe und die 1b miteinander verschmelzen lassen wollen, war uns wichtig, dieses Traininglager zu ermöglichen, damit gemeinsam eine Woche lang trainiert werden kann.“

SV Stegersbach
Zeit: 23. bis 25. Jänner.
Ort: Mönichwald mit Langlauftraining.
Finanzierung: Der Verein kam für den Großteil auf, exklusive des Langlauftrainings.
Personal: 17 Spieler, Trainer, Co-Trainer, vier Funktionäre.
Zweck: Trainer Joachim Poandl: „Einerseits war das Langlaufen für die Grundlagenausdauer gedacht, zum anderen war es für’s Teambuilding. Es geht eben nicht nur um Fußball, sondern auch um das Zwischenmenschliche.“

SV Neuberg
Zeit: 30. Jänner bis 1. Februar.
Ort: Semmering.
Finanzierung: Die Spieler haben fast alles selbst gezahlt.
Personal: 30 Spieler und vier Trainer.
Zweck: Obmann Martin Konrad: „Das Wichtigste ist das Teambuilding – und dass man sich näher kennenlernt.“

SV Mattersburg Amateure
Zeit: 10. bis 13. Februar.
Ort: Fußballakademie Burgenland.
Finanzierung: Der Verein kam für die Kosten auf.
Personal: 20 Spieler und drei Trainer waren mit dabei.
Zweck: „Wir hatten die Möglichkeit viele Einzelgespräche zu führen und Videoanalysen durchzuführen“, so Coach Heinz Griesmayer.

BVZ BURGENLANDLIGA

SV Oberwart

Zeit: 15. bis 19. Februar.
Ort: Novigrad (Kroatien).
Finanzierung: Die Spieler haben den überwiegenden Großteil selbst übernommen – teils aus der Spielerkassa, teils aus Einnahmen eines Hobbyturniers.
Personal: 20 Spieler, drei Trainer, ein Zeugwart.
Zweck: Franz Grandits, Sportlicher Leiter: „Es geht um den Feinschliff in der letzten Phase der Vorbereitung und ist immer von Vorteil, wenn man drei, vier Tage beisammen ist. Gearbeitet wurde vor allem am Spielaufbau und an verschiedene Standardsituationen.“

ASV Draßburg
Zeit: 5. bis 8. Februar.
Ort: VIVA Landessportzentrum Steinbrunn.
Finanzierung: Zur Gänze vom Verein.
Personal: 22 Spieler, Funktionäre.
Zweck: Trainer Ernst Baumeister: „Ich bin überzeugt, dass man eine gute konditionelle Grundlage schaffen kann, wenn man einige Tage das Training intensiviert – und es bringt auch einiges in Sachen Teambuilding.“

SC/ESV/ESV Parndorf 1b:
7. bis 14. Februar in Belek (Türkei). Siehe SC/ESV Parndorf.

ASKÖ Klingenbach
Zeit: 12. bis 15. Februar.
Ort: Gnas (Steiermark).
Finanzierung: Die Kosten wurden geteilt – 50 Prozent übernahm der Verein, die andere Hälfte deckten die Spieler selbst ab.
Personal: 23 Spieler und fünf Betreuer waren mit dabei.
Zweck: Trainerobmann Hans Dihanich: „Ziel war natürlich eine optimale Vorbereitung. Wir konnten jeden Tag am Kunstrasen trainieren. Zudem wollten wir das Teambuilding verbessern und die Gemeinschaft pflegen.“

SV Wimpassing
Zeit: 22. bis 25. Jänner.
Ort: VIVA Landessportzentrum Steinbrunn.
Finanzierung: Der Verein übernahm zirka vier Fünftel, für den Rest kamen die Spieler selbst auf. Teilweise waren es auch (Straf-)Einnahmen aus der Spielerkassa (etwa Verwarnungen, Rote Karten,…).
Personal: 20 Spieler und vier Betreuer waren dabei.
Zweck: Pressesprecher Markus Windholz: „Das Trainingslager diente hauptsächlich dem Teambuilding und der Integration der neuen Spieler. Außerdem hatten wir so mehr Zeit für taktische Schulung und für andere Bereiche.“

SV Eberau
Zeit: 8. bis 13. Februar.
Ort: Lara (Türkei).
Finanzierung:  Spieler und Funktionäre kamen selbst für die Kosten auf. Dabei zahlten die Funktionäre etwas mehr – finanziert wurde der Aufenthalt auch teils aus der Spielerkassa.
Personal: 24 Spieler, zwei Trainer, Tormanntrainer, Masseur, fünf Funktionäre und vier Frauen.
Zweck: Alfred Ranftl, Pressesprecher: „So ein Trainingslager hat viele Vorteile. Vor allem kann man bei angenehmen Temperaturen und auf Rasenplätzen trainieren. Dazu sind auch immer Testspiele gegen internationale Gegner mit dabei, was nicht alltäglich ist. Weiters nutzt unser Trainer Paul Gludovatz auch das Rahmenprogramm sehr effizient. Wir glauben schon, dass die Stimmung dadurch gehoben wird und wir uns auch sportlich dadurch weiterentwickeln.“

ASK Horitschon
Zeit: 6. bis 8. Februar
Ort: Gasthaus Trummer/Horitschon.
Finanzierung: Aufgrund der Kürze und der Lokalität im Ort wurden die Kosten zur Gänze vom Verein übernommen. „Bei einem angedachten längeren und weiter entfernten Trainingslager erwägen wir es aber auch, von den Spielern einen Anteil einzuheben“, stellt Sektionsleiter Paul Putz klar.
Personal: Mit dabei waren alle Kaderspieler und auch Akteure des erweiterten Kaders, zwei Betreuer, ein Tormanntrainer und ein Masseur.
Zweck: Höchste Priorität galt dem Teambuilding, zudem konnte der Betreuerstab in Ruhe mit den Spielern arbeiten.

2. LIGA NORD

SC Wallern
Zeit: 7. bis 8. März.
Ort: Wallern.
Finanzierung: Keine Zusatzkosten.
Zweck: Training, Teambuilding, Playstation-Turnier, Samstag Match untereinander.

2. LIGA MITTE

SV Rohrbach

Zeit: 8. bis 15. Februar.
Ort: Cala Millor (Mallorca).
Finanzierung: Durch die Spielerkassa und durch Einnahmen aus Veranstaltungen.
Personal: 15 Spieler, drei Betreuer.
Zweck: Training und Teambuilding.

SC Wiesen
Zeit: 6. bis 8. Februar.
Ort: Eigene Anlage.
Finanzierung: Verein übernahm die Kosten.
Personal: 16 Spieler, Betreuer.
Zweck: Trainingseinheiten, Teambuilding, Testmatch.

SV Schattendorf
Zeit: 13. bis 15. Februar.
Ort: Eigene Anlage.
Finanzierung: Verein übernahm die Kosten.
Personal: 19 Spieler, Betreuer.
Zweck: Trainingseinheiten, Teambuilding, Testmatch, FIFA-Playstation-Turnier.

ASK Neutal
Zeit: 29. Jänner bis 1. Februar.
Ort: Fürstenfeld/JUFA-Hotel.
Finanzierung: Kooperation mt dem Hotel.
Personal: 19 Spieler, Betreuer.
Zweck: Teambuilding, Training.

2. LIGA SÜD

SV Eltendorf

Zeit: 7. bis 14. Februar.
Ort: Side (Türkei).
Finanzierung: Die Spieler mussten einen Selbstkostenbeitrag entrichten.
Personal: 23 Spieler, vier Betreuer, Masseur und Pressemanager.
Zweck: Siegfried Prader, Pressemanager: „Wir wollten uns in der Türkei noch gezielter auf die Meisterschaft vorbereiten.“

ASKÖ Stinatz
Zeit: 6. bis 8. Februar.
Ort: Kurztrainingslager in Stinatz mit gemeinsamen Frühstücken, Training um 8 Uhr vormittags, Thermenbesuch in Bad Tatzmannsdorf und Discobesuch im P2 Kemeten.
Finanzierung: Die Mannschaft absolvierte das Kurztrainingslager am Platz in Eigenregie.
Personal: Gesamter Kader plus Trainerteam.
Zweck: Sektionsleiter Viktor Kirisits: „Es war ein tolles Kennenlernen der neuen Elf.“

SV Rechnitz
Zeit: 19. bis 22. Februar.
Ort: Lipot (Ungarn).
Finanzierung: Der Verein hat einen Teil getragen und auch die Spieler haben etwas dazugezahlt.
Personal: Ingesamt waren 33 Leute dabei, davon 25 Spieler, das Trainerteam und ein Masseur. Der Rest bestand aus Funktionären.
Zweck: Pressesprecher Michael Riedler: „So ein Trainingslager bringt vor allem fürs Gefüge sehr viel. Natürlich ist es auch fußballerisch von Vorteil, wenn man die gesamte Mannschaft über einen längeren Zeitraum beisammen hat.“

SC Wiesfleck
Zeit: 19. bis 22. Februar.
Ort: Umag (Kroatien).
Finanzierung: Spieler und auch der Verein haben dazu beigetragen.
Personal: 23 Spieler, Trainer, Funktionäre.
Zweck: Sektionsleiter Thomas Brenner: „Es schweißt die Mannschaft zusammen und war ein super Teambuilding für uns. Unser Trainer zog alles sehr professionell auf, da war von vorne bis hinten alles geplant, wir konnten die Tage stressfrei genießen.“

USV Rudersdorf
Zeit: 9. bis 11. Jänner.
Ort: Teambuilding am Loser.
Finanzierung: Den Großteil zahlte der Verein, Spieler tätigten einen Selbstkostenbeitrag.
Personal: 16 Spieler der Kampfmannschaft mit Trainer, Co-Trainer, Tormanntrainer und Funktionären – insgesamt 27 Leute.
Zweck: Sportlicher Leiter Klaus Pumm: „Das ist für uns ein Treffpunkt, um noch näher zusammenzurücken.“

1. KLASSE MITTE

SC Unterfrauenhaid
Zeit: 1. bis 6. Februar.
Ort: Side (Türkei).
Finanzierung: Die Spieler haben sich beteiligt. Wie viel der Verein beigesteuert hat, wollte man nicht bekannt geben.
Personal: Berufsbedingt konnten insgesamt leider nur 14 Spieler plus vier Betreuer/Funktionäre mitfahren.
Zweck: Trainer Gerhard Pummer: „Wir wollten einerseits das Mannschaftsgefüge stärken, andererseits aber auch bessere Trainingsbedingungen als in Österreich vorfinden. Es war ein Traum, das beste Trainingslager, das ich je miterlebt habe.“

SC Kroatisch Minihof
Zeit: 13. bis 15. Februar.
Ort: VIVA Landessportzentrum Steinbrunn.
Finanzierung: Die Spieler mussten sich nicht beteiligen.
Personal: Insgesamt waren 17 Akteure dabei.
Zweck: Einige Tage lang vollzähliges Training unter guten Bedingungen.

ASK Kaisersdorf
Zeit: 8. bis 12. Februar.
Ort: Piran/Portoroz (Slowenien).
Finanzierung: Über den Verkauf von Vereinskalendern und über die Mitfinanzierung der Spieler. Wie hoch der Anteil der Spieler war, wollte man nicht sagen.
Personal: Insgesamt waren 19 Spieler plus vier Betreuer dabei.
Zweck: Funktionär Robert Renner: „Wir wollten mit dem Trainingslager die Gemeinschaft innerhalb der Truppe stärken.“

1. KLASSE SÜD

SK Unterschützen

Zeit: 27. Februar bis 1. März.
Ort: Flachau.
Finanzierung: Die Kicker zahlen einen kleinen Betrag dazu.
Personal: Alle Spieler und drei Funktionäre.
Zweck: Feinschliff beim Training am Kunstrasenplatz in Flachau.

SC Grafenschachen
Zeit: 9. bis 11. Jänner.
Ort: Radstadt.
Finanzierung: Spieler bezahlten einen Teil selbst, der Rest wurde von der Spielerkasse beglichen.
Personal: Alle Spieler, Funktionäre.
Zweck: Stärkung des Mannschaftsgefüges.

2. KLASSE NORD

UFC Oggau

Zeit: 8. bis 12. Februar.
Ort: Cesenatico (Italien).
Finanzierung: Das Trainingslager wurde durch die Einnahmen aus der Players-Party und dem Losverkauf finanziert. Funktionäre und Fans haben selbst bezahlt.
Personal: 17 Spieler, fünf Betreuer und sechs Fans waren dabei.
Zweck: Das Trainingslager diente der Verbesserung der Technik, dem taktischen Verhalten und dem Teambuilding.

2. KLASSE MITTE

SV Lutzmannsburg

Zeit: 12. bis 16. Februar.
Ort: JUFA Gnas (Steiermark).
Finanzierung: Einen Teil zahlten die Spieler, der Rest kam aus der Spielerkassa sowie vom Verein.
Personal: 20 Spieler, Masseur, Betreuer, Obmann.
Zweck: Teambuilding, Förderung der Kameradschaft, Techniktraining.

2. KLASSE SÜD A

SV Zuberbach

Zeit: 19. bis 22. Februar.
Ort: Bük (Ungarn).
Finanzierung: Den Großteil zahlten die Spieler, der Rest wurde vom Verein übernommen.
Personal: 20 Spieler.
Zweck: Kameradschaft, Teambuilding und Zusammenhalt der Elf.

SC Bad Tatzmannsdorf
Zeit: 19. bis 22. Februar.
Ort: Porec (Kroatien).
Finanzierung: Zu 100 Prozent von den Spielern selbst bezahlt.
Personal: 29 Spieler, Funktionäre.
Zweck: Förderung des Zusammenhalts.

2. KLASSE SÜD B

USV Neuhaus am Klausenbach

Zeit: 26. Februar bis 1. März.
Ort: Lendava (Slowenien).
Finanzierung: Die Hälfte wird vom Verein aufgebracht, die andere Hälfte von den Spielern.
Personal: 20 Spieler und vier Funktionäre.
Zweck: Sektionsleiter Stephan Knapp: „Uns ist es wichtig, dass wir die Kameradschaft innerhalb der Mannschaft verbessern. Wir werden auf jeden Fall am Teambuilding und am letzten Feinschliff arbeiten.“

USV Burgauberg/Neudauberg
Zeit: 24. bis 25. Jänner.
Ort: Wartberg im Mürztal auf der Stanglalm.
Finanzierung: Die Kosten übernahm ein Privatsponsor.
Personal: 14 Spieler, vier Betreuer, zwei Funktionäre.
Zweck: Obmann Otmar Schwarz: „Wichtig war uns bei diesem Trainingslager die Grundlagen-Ausdauer, das Training am Kunstrasenplatz und das Teambuilding.