Erstellt am 07. März 2012, 00:00

Überheblichkeit ist noch kein Stichwort. TIPP3 BUNDESLIGA / Der SVM hat eine Siegesserie im Gepäck. Trainer Franz Lederer ortet aber keine Gefahr, abzuheben.

Abgeschirmt: Thorsten Röcher (l.) konnte sich gegen Andreas Ulmer behaupten – Mattersburg gewann in Salzburg 1:0.GEPA  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Viel wurde nach dem Mattersburger 1:0-Erfolg über Salzburg von der Unfähigkeit der Bullen berichtet. Ganz so krass darf es aber nicht sein. Dem sportlich negativen Wahnsinn im Land der goldenen Dosen steht schließlich auch die Analyse der besten Frühjahrsmannschaft gegenüber.

Klar: Das 1:0 in Wals-Siezenheim war unbestrittenerweise eine faustdicke Überraschung. Fakt ist aber, dass die Burgenländer seit der 0:1-Auftaktniederlage am 11. Februar in Graz nunmehr dreimal in Folge voll punkten konnten und abgesehen davon längst ein Auftreten an den Tag legen, das nicht mehr mit unsicherem Alibi-Kick schlechterer Tage vergleichbar ist.

Neun Punkte in Folge, kombiniert mit zahlreichen jungen Profis, bergen aber auch die Gefahr aufkeimender Überheblichkeit. Dem widerspricht Cheftrainer Franz Lederer klar – er verweist zudem gerade auf die Jugend seiner Truppe: „Ich bin mir sicher, dass es nicht in so eine Tendenz gehen wird, weil alle Spieler bissig sind, mehr wollen und sich nicht schnell zufrieden geben.“

Wichtig sei laut Lederer in diesem Zusammenhang, dass die Spielanlage kontrolliert und diszipliniert bleibt. Klar: Schlampereien und Unkonzentriertheiten wären Gift und würden nur den raschen Rückschritt in alte Muster forcieren.

Am Samstag gastiert Wacker Innsbruck im Pappelstadion. Die Tiroler empfangen heute, Mittwoch, im Nachtrags-Westderby Salzburg. Kann die Elf von Walter Kogler nicht punkten, hat Mattersburg somit gar die Chance, im direkten Duell auf Platz sieben vorzustoßen. Stefan Ilsanker muss aufgrund seiner Ampelkarte gegen Salzburg zuschauen. Nedeljko Malic und Patrick Bürger haben hingegen ihre Gelbsperren abgesessen.

Pöllhuber: „Ich hatte noch  nie solche Schmerzen“

Länger fehlen wird Alex Pöllhuber. Der baumlange Verteidiger hatte bereits in der Vergangenheit mit einem Ellbogenbruch oder einem Mittelfußknochenbruch Pech. Vorige Woche erlitt er im Training einen Kreuzbandriss, als er über Goalie Thomas Borenitsch sprang, unglücklich aufkam und sich das Knie verdrehte. „Ich habe gleich gemerkt, dass es eine gröbere Verletzung war, und hatte noch nie solche Schmerzen, wie unmittelbar danach.“

Mittlerweile geht es dem 26-Jährigen wieder besser, zumindest den Umständen entsprechend – diese Woche soll Pöllhuber operiert werden. Die Zuversicht für sein Comeback (in der Regel sechs Monate Pause) hat er jedenfalls längst: „Ich will dort anschließen, wo ich aufgehört habe. Zuletzt waren die Leistungen gut, genau da möchte ich wieder hin.“