Erstellt am 12. März 2016, 20:34

von Bernhard Fenz

Und wieder Spaß für den SVM in Grödig . . .. „Das.Goldberg“-Stadion in Grödig ist seit dem 29. Mai des Vorjahres das Mattersburger Synonym für eine Stätte des Jubels. So auch diesmal...

Die SVM-Spieler jubeln über Manuel Prietls Goldtor zum 1:0 gegen Grödig.  |  NOEN, APA/Krugfoto

Am 29. Mai 2015 fixierten die Nordburgenländer mit einem souveränen 4:0 gegen Stadion-Mitbenutzer FC Liefering den Titel in der Ersten Liga, ausgelassene Meisterfeier inklusive.

Jetzt, am 12. März 2016, mussten eine Liga höher die Gastgeber aus Grödig vor Ort im Salzburgerland die Stärke der Burgenländer anerkennen – auch wenn es diesmal kein Kantersieg wurde, sondern nur ein knappes 1:0.   

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GRÖDIG – MATTERSBURG 0:1.

Nebenbei fixierte die Mannschaft von Trainer Ivo Vastic durch diesen Erfolg auch wichtige Punkte im Kampf um den vierten Platz. Das Fernduell mit Admira (die mit dem 4:0 bei Rapid die Überraschung der Runde schaffte) und Sturm Graz ist vor dem Start in das letzte Saisonviertel schließlich die große verbleibende Herausforderung für den Aufsteiger.

Denn mit dem Abstiegskampf hat Mattersburg bekanntlich nichts zu tun. Das zeigte sich auch wieder im Zuge des Antretens gegen das Schlusslicht – bei dem die Grödiger mit dem Klotz von einer langen sieglosen Serie antraten. Konkret heißt das für den Letzten aus Salzburg: Seit dem 2. Dezember (einem 2:0 in Mattersburg) gab es keinen Dreipunkter mehr.

Und auch am Samstagabend war ersichtlich, dass es sich mit der Last des Abstiegskampfes eben nicht so locker drauflos spielen lässt – und dass Tore nicht gleich bei jeder guten Chance fallen. Daniel Schütz kann ein Lied davon singen, er ließ zumindest drei gute Gelegenheiten aus.

Bärenstarker Prietl kaltschnäuzig im Abschluss

Anders die Gäste aus Mattersburg, die Grödig zu Beginn zwar das Feld überließen, aber mit Fortdauer der ersten Halbzeit immer souveräner und stärker wurden.

Dann dauerte es auch nicht lange, bis es klingelte: Erst scheiterte Markus Pink nach einem guten Zuspiel von Manuel Prietl noch an Goalie Rene Swete, ehe der bärenstarke Prietl nach einer abgefälschten Pink-Kopfballvorlage im Sechzehner auftauchte und den Ball unhaltbar in die lange Ecke knallte.

Mit der Führung im Rücken spielte es sich dann für Grün-Weiß noch einfacher, auch wenn sich die Gäste nach Wiederbeginn zu sehr in die eigene Hälfte drängen ließen. In dieser Form war das sicher nicht geplant, aber der Truppe von Chefcoach Peter Schöttel fehlte im Abschluss einfach die letzte Konsequenz, um die Möglichkeiten zu nützen.

Der SVM wiederum verpasste es, die sich bietenden Räume bei den Gegenstößen besser zu nutzen – Patrick Farkas und Markus Pink hatten da die besten Chancen auf die Vorentscheidung, in der Nachspielzeit wäre das 0:2 im Zuge eines Konters der beiden eigentlich zwingend gewesen.

Aber egal, weil es am Ende beim knappen 1:0-Erfolg der Burgenländer blieb. Die haben im Jahr 2016 in der Bundesliga lediglich auswärts bei Rapid mit 0:3 verloren und sind bis auf dieses Streichresultat ungeschlagen. Lohn: 37 Punkte und die Berechtigungskarte für den Kampf um Platz vier. Wenn das kein Spaß ist…


Stimmen zum Spiel:

SVM-Goldtorschütze Manuel Prietl: „Wir haben gewusst, dass es richtig schwer wird und haben alles reingehaut. Speziell von der zweiten Hälfte her gesehen war es ein wichtiger Erfolg, das war dann auch ein Spiel um die zweiten Bälle. Nach der Pause war es für uns ein bisschen glücklich, den Dreier nehmen wir aber gerne mit. Mich persönlich freut es natürlich immer, wenn ich ein Tor schießen kann, aber dieser Sieg war heute eine entsprechende Mannschaftsleistung - das macht uns aus. Jeder fightet für jeden, das müssen wir nun beibehalten.“

Ivica Vastic (Trainer SV Mattersburg): „Wir wollten auf jeden Fall hinten stabil bleiben und haben da nicht wirklich viel zugelassen; nur die eine oder andere Standardsituation war gefährlich. Wir wollten dann auch das zweite Tor suchen, so haben wir dann auch gespielt. Pink hatte die beste Chance und auch das Drei-gegen-eins mit Farkas, da muss man einfach den Sack zumachen. Dann wäre das alles einfacher gewesen. Denn durch einen Standard oder eine Wurschtelei im 16er kann immer etwas passieren.“
 
Peter Schöttel (Trainer SV Grödig): „Die Partie war ein Spiegelbild unserer Leistungen und Ergebnisse des bisherigen Frühjahrs. Es war eigentlich vom Start weg ziemlich offen mit Chancen auf beiden Seiten, wir verwerten unsere nicht und der Gegner geht in Führung. Und dann is es halt schwierig, gegen eine große robuste Mannschaft wie Mattersburg dem hinterherzulaufen. Die Anzahl der Gegentore ist natürlich bei uns zu hoch, wir haben aber auch im Frühjahr nur vier Tore erzielt. Es läuft definitiv schlecht. Das war so eine Partie, die wir im Herbst wahrscheinlich noch gewonnen hätten. Wir müssen das jetzt eh akzeptieren, aber es wird natürlich nicht leichter. Es ist leider zur Gewohnheit geworden zuletzt, dass wir zu Beginn der Woche die Spieler aufrichten müssen. Die Hoffnung ist noch da, dass noch ein Viertel der Meisterschaft zu spielen ist. Aber es ist klar, wir brauchen dringend Punkte.“


GRÖDIG - MATTERSBURG 0:1 (0:1).

Tor: 0:1 (27.) Prietl.

Gelb: Wallner (31., Foul), Rasner (40., Foul), Brauer (87., Foul); Jano (66., Foul), Röcher (85., Foul), Pink (86., Foul), Malic (93., Kritik).

SR: Eisner.- Das.Goldberg-Stadion, 2.000.

Grödig: Swete; Kainz, Maak, Baumgartner, Denner; Kerschbaum (79. Goiginger), Brauer, Rasner; Ofosu (46. Derflinger), Schütz (68. Grubeck); Wallner.

Mattersburg: Kuster; Farkas, Malic, Mahrer, Novak; Jano, Sprangler, Prietl, Röcher (89. Rath); Pink, Bürger (64. Perlak).