Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

Unrealistische Theorien. TIPP3 BUNDESLIGA / Der SV Mattersburg hat sich vier Runden vor Schluss bereits gerettet – Rechenspielereien sind zu weit hergeholt.

In dieser Szene scheiterte Ronny Spuller noch, unmittelbar nach Wiederbeginn war er es aber, der den SV Mattersburg gegen Wacker Innsbruck in Führung bringen konnte. Patrick Farkas ortete Spullers Laufweg und bediente den Offensivmotor mit einer wunderbaren Vorlage, der Forchtensteiner verwertete trocken und mit links ins lange Eck. Am Ende siegte der SVM mit 2:1 - der Bundesliga-Klassenerhalt ist vier Runden vor Schluss schon so gut wie fix. MICHAEL WELLER  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Wenn sogar der in dieser Hinsicht sonst sehr defensiv agierende Franz Lederer das Thema Klassenerhalt zu „99 Prozent“ als erledigt ansieht, dann muss alles schon sehr klar sein. Für Obmann Martin Pucher ist der Kuchen gar bereits zu „99,9 Prozent“ gegessen.

Vier Spieltage vor Schluss liegt der SVM mit elf Punkten Vorsprung auf den LASK und dem weit besseren Torverhältnis auf Platz neun.

Der Trainer und seine Mannschaft könnten es zwar nicht beeinflussen, würden die Linzer jetzt viermal voll punkten („Man muss aber kein Experte sein, um zu wissen, dass das sehr schwer werden wird“): Sobald der SVM jedoch in den ausstehenden Runden nur ein einziges Mal erfolgreich bleibt, ist alles erledigt. Lederer: „So wie sich die Mannschaft im Frühjahr präsentiert hat, werden wir sicher noch einmal anschreiben.“

Locker in den Kampf um  die Top-Plätze eingreifen

Ob der Chefcoach überrascht ist, dass vier Runden vor Schluss schon alles erledigt sei? „Für mich war das Heimspiel gegen den LASK eine echte Schnittpartie. Ich habe damit gerechnet, dass wir praktisch durch sind, wenn wir gewinnen. Da wir 1:1 gespielt haben, haben wir eben jetzt gegen Innsbruck den Sack zugemacht. Einen Masterplan habe ich aber nie aufgestellt, wir haben uns immer nur auf die nächste Partie vorbereitet.“

Die ist übrigens schon heute, Mittwoch, auswärts gegen Rapid fällig. Ilco Naumoski und Alois Höller sind gelbgesperrt, auf den SVM wartet aber eine tolle Partie – können die Burgenländer doch ganz locker drauflos spielen. „Rapid hat eine Muss-Situation zum Quadrat – die müssen auf Gedeih und Verderben gewinnen. Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen.“

Am Spielersektor ist Patrick Farkas leicht angeschlagen, Stefan Ilsanker musste gegen Innsbruck nach einem deftigen Foul mit einem Brummschädel vom Platz, sein Einsatz ist fraglich. Kapitän Michi Mörz plagt(e) das Knie.

Lederer will die möglichen Ausfälle aber nicht überbewerten, der Kader sei groß genug.

Am Sonntag kommt dann mit Meister Salzburg der wiedererstarkte Titelverteidiger in das Pappelstadion. Innerhalb weniger Tage könnte der SVM somit zwei Klubs, die noch um Top-Plätze kämpfen, die Suppe kräftig versalzen.