Erstellt am 01. Mai 2015, 06:45

von Bernhard Fenz

„Unser Ziel muss jetzt Platz eins sein“. Sky Go Erste Liga | Sechs Runden vor Schluss geht es für den SVM plötzlich nicht nur um den Aufstieg, sondern wieder um den Titel.

Der Aufstieg ruft: Doppeltorschütze Markus Pink sowie Kapitän Patrick Farkas nach dem 3:2 in Hartberg am Weg zu den Fans - das Comeback in der Tipico Bundesliga ist sehr nah.  |  NOEN, Daniel Fenz
Rein rechnerisch ist der Aufstiegskampf in der Ersten Liga noch nicht zu Ende. Solange wird man sich in Mattersburg auch hüten, vorschnell in Jubelstimmung zu verfallen. Fakt ist aber: Zehn Punkte und ein um 14 Treffer besseres Torverhältnis trennen die Burgenländer (57) vom Aufstiegsrivalen LASK (47)

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In der Praxis heißt das: Die Linzer können im Idealfall noch 65 Punkte holen, wenn sie jedes Match gewinnen (wovon nach der jüngsten Pleitenserie aber nicht auszugehen ist). Siegt Mattersburg jedoch dreimal, ist Grün-Weiß von den Oberösterreichern auf keinen Fall mehr zu überholen.

Und weil es ohnehin besser ist, nach vorne statt nach hinten zu blicken, gilt die SVM-Konzentration der eigenen Leistung und einem möglichen Überholmanöver von Leader Liefering. Die (nicht aufstiegsberechtigten) Jungbullen liegen nach der 0:4-Pleite gegen Lustenau nur noch drei Punkte voran.

Vorsicht vor SKN: „Spielen dürfen wir sie nicht lassen“

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Am Ende der Saison auch Meister zu werden, wirkt hier als zusätzlicher Antrieb, wie etwa Legionär Jano feststellt: „Unser Ziel muss jetzt Platz eins sein. Die Chance besteht, das motiviert uns zusätzlich.“

Nach dem 4:2-Erfolg in Hartberg (Jano erzielte hier sein drittes Saisontor – alle drei gelangen ihm gegen die Steirer) wartet am Freitag im Pappelstadion der SKN St. Pölten – der Ex-Klub des 28-jährigen Spaniers: „Im Sommer habe ich geglaubt, dass sie um den Aufstieg mitspielen werden. Für mich ist es überraschend, dass sie jetzt noch immer gegen den Abstieg kämpfen.“

Trainer Ivo Vastic warnt aber: „Spielen dürfen wir sie nicht lassen, das ist eine Mannschaft mit einer guten Mischung.“ Nachsatz: „Wenn wir so druckvoll wie zuletzt gegen Horn agieren, sieht es aber gut für uns aus. Die Form passt.“

Mit einem Sieg folgt der erste Matchball – beim LASK

Übrigens: Gegen St. Pölten kann sich Mattersburg mit einem Sieg den ersten Matchball erarbeiten. Denn danach folgt am 8. Mai das direkte Duell auswärts beim LASK – die Burgenländer könnten dann aus eigener Kraft den Aufstieg fixieren.

Personell muss Vastic die Mannschaft umbauen. Gelbgesperrt sind Michael Novak, Thorsten Mahrer und Thorsten Röcher. „Ungewohnt, alle zu ersetzen, aber unser Kader ist groß genug. Es könnte auch die Chance für Spieler geben, die sonst nicht immer zum Zug kommen – das werden wir im Lauf der Woche sehen, wer letztlich aufläuft.“