Erstellt am 09. April 2013, 11:06

„Unsere Truppe ist unglaublich geil“. Erste Liga | Thomas Salamon (24) aus Stöttera kickt seit seinem Abgang vom SVM in Grödig – und schnuppert heuer sogar am Titel.

GEPA-01041312046 - ST.POELTEN,AUSTRIA,01.APR.13 - FUSSBALL - Erste Liga, SKN Sankt Poelten vs SV Groedig. Bild zeigt Thomas Salamon (Groedig). Foto: GEPA pictures/ Walter Luger  |  NOEN, GEPA pictures/ Walter Luger
Von Bernhard Fenz

Von Juli 2008 bis 2011 stand Salamon, nachdem er das BNZ in jungen Jahren verlassen, den Austria-Nachwuchs bis zu den Amateuren durchlebt und dann die Rückkehr ins Burgenland gewagt hatte, im Kader des SV Mattersburg.

In Salzburg von Beginn weg Fixstarter

Weil er es aber nicht zum Stammspieler schaffte, wanderte der Linksfuß, dessen jüngerer Bruder Julian derzeit beim SC/ESV Parndorf in der Regionalliga Ost unter Vertrag steht, bekanntlich zum SV Grödig in die Erste Liga ab. Dort ging der Plan von Thomas Salamon schließlich voll auf, wie er gegenüber der BVZ bestätigt: „In Mattersburg habe ich nicht die Spielzeit bekommen, die ich mir erhofft habe. Das war in Grödig von Beginn weg anders.“

Auch nach dem Umbruch im Sommer blieb Salamon Stammkraft. Der Rest ist bekannt. Aktuell mischt der Verein nach einer starken Aufholjagd und dem zeitgleichen Einbruch der Lustenauer Austria sogar um den Aufstieg in die Tipp3 Bundesliga mit, auch wenn es zuletzt etwa daheim gegen Kapfenberg (0:1) einen Dämpfer und den Verlust der erst kürzlich eroberten Tabellenspitze gab. Trotzdem: Warum es bislang so gut lief, ist für den 24-jährigen Burgenländer kein großes Rätsel: „Unsere Truppe ist unglaublich geil. Wir sind ein echtes Team, jeder läuft für den anderen, zudem macht uns auch die fußballerische Qualität stark.“

„Adi Hütter ist ein echter Winner-Typ“

Ob es für ganz oben reicht? „Ich glaube, wir sind reif für den Titel.“ Auch Trainer Adi Hütter sei laut Salamon in dieser Hinsicht ein wesentlicher Baustein. „Das Betreuerteam lebt das vor. Hütter ist ein echter Winner-Typ – er impft uns diese Mentalität ein.“

Auf eine Favoritenrolle lässt sich der Burgenländer im Titelzweikampf aber nicht ein. „Austria Lustenau war klar vorne – wir haben keinen Druck, sondern wollen einfach unser Spiel durchziehen.“ Nachsatz: „Rückschläge können immer passieren.“

Wie das nächste sportliche Kapitel von Thomas Salamon in Salzburg („ein Superland, in dem es sich gut leben lässt“) aussieht, wird sich also erst weisen. Vorerst heißt das Fußball-Tagesgeschäft für den Profi, der übrigens nach wie vor fast jedes Wochenende nach Hause ins Burgenland kommt, jedenfalls noch „Heute für Morgen Erste Liga“.