Erstellt am 22. Juni 2011, 00:00

Unterhaus im K(l)ickzeitalter. FUSSBALL / Transfers im Internet vorzubereiten und einzuleiten, liegt immer mehr im Trend. Ein Südburgenländer ist dabei höchst aktiv.

Markus Temmel (l., er stammt aus St. Michael bei Güssing) ist Gründungsmitglied der Internetplattform www.mein-transfair.at – prominentester Unterstützer des Projekts ist neben Ex-SVM-Profi Jürgen Patocka (aktuell bei Rapid) Teamspieler und England-Legionär Paul Scharner (Bild, r.).LEXI  |  NOEN
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Markus Temmel kennt sich aus mit Transfers. Der 30-Jährige war als Goalie in seiner stärksten Phase unter anderem beim GAK, bei Austria Lustenau, Oberwart oder dem Sportklub gemeldet, insgesamt kam er im Lauf der Zeit auf gut zehn Vereinswechsel.

Mittlerweile hat sich Temmel darauf spezialisiert, im Amateurfußball die Basis dafür zu legen, Transfers künftig für alle einfacher abwickelbar zu gestalten.

Denn der aus St. Michael bei Güssing stammende Keeper ist Gründungsmitglied der im Frühjahr online gegangenen Internetplattform www.mein-transfair.at – Temmels erste Bilanz: „Durch die bereits registrierten Vereine, Spieler und Trainer sowie durch die Anzahl der Seitenbesucher steht für uns definitiv fest, dass die Nachfrage am digitalen Transfergeschehen dementsprechend groß ist.“

Kontakt entsteht, Transfer   bleibt aber „selbstständig“

Auf www.mein-transfair.at geht es übrigens nicht darum, dass die Betreiber an einem zustande gekommenen Wechsel verdienen (lukrativ soll für sie das Projekt langfristig durch Werbung werden). Vielmehr ist der Sinn und Zweck nach dem Motto „Für Profis unter den Amateuren“, es Vereinen und Spielern im Fußball-Unterhaus – von der Regionalliga bis in die letzte Klasse – zu erleichtern, Kontakte zu knüpfen. Nach einer kostenlosen Registrierung können Klubs jederzeit nach geeigneten Akteuren angeln – die Suchmaschine der Seite spuckt dann jene Kicker aus, die einerseits wechselwillig sind (das ist per Mausklick leicht einzustellen) und andererseits die Anforderungskriterien erfüllen. Je exakter das Profil der Beteiligten, desto genauer sind die Spieler für die Vereinsverantwortlichen zu finden. Umgekehrt wiederum können sich Vereine registrieren, sodass es für wechselwillige Fußballer leichter wird, sich bei den richtigen Klubverantwortlichen zu melden.

Dadurch entsteht über die Plattform der Erstkontakt, der Rest ist Sache des Spielers und des jeweiligen Klubs. Temmel: „Wir mischen uns nicht in die Transfers ein, sondern schaffen nur die Basis dafür.“