Erstellt am 04. März 2014, 13:56

Uruguay als echter Härtetest für ÖFB-Team. Auf die österreichische Fußball-Nationalmannschaft wartet am Mittwoch (20.30 Uhr/live ORF eins) ein echter Härtetest.

Der Feldherr und seine Adjutanten. Marcel Koller (M.) setzt trotz Formkrisen und Verletzungsproblemen auf Christian Fuchs (l.) und Marc Janko (r.). Die beiden Niederösterreicher sollen in Schweden für einen ÖFB-Sieg sorgen. Fotos: APA/Georg Hochmuth; APA/Herbert Neubauer; Erich Marschik  |  NOEN, APA/Georg Hochmuth; APA/Herbert Neubauer; Erich Marschik
Im Klagenfurter Wörthersee-Stadion ist mit Uruguay der regierende Copa-America-Sieger zu Gast. Der WM-2014-Starter hat bei der Endrunde 2010 Platz vier belegt, nimmt derzeit Rang sieben in der FIFA-Weltrangliste ein und kann mit Stars wie Luis Suarez oder Diego Forlan aufwarten.

Teamchef Marcel Koller zeigte im Vorfeld der Partie großen Respekt vor den Südamerikanern. "Sie haben eine gute Technik und eine gute Kombination mit defensiver Stabilität. Die ganze Mannschaft ist bereit, defensiv zu arbeiten, das ist für ein südamerikanisches Team nicht normal", erklärte der Schweizer.

Experimente bei Anfangsformation? 

Wie die ÖFB-Anfangsformation im drittletzten Testspiel vor der im September beginnenden EM-Qualifikation ausschauen wird, ließ Koller wie gewohnt offen. Der 53-Jährige deutete an, das eine oder andere Experiment vornehmen zu wollen. "Wir werden sicher etwas dazunehmen, vielleicht nicht von Beginn an. Aber wir können ja sechsmal wechseln."

Das Austauschkontingent wolle man auf jeden Fall ausschöpfen - wann genau die Wechsel vorgenommen werden, ist aber offen. "Das hängt auch vom Spielverlauf ab", erklärte Koller. Die Spieler erfahren die Aufstellung erst kurz vor dem Spiel. "Damit die Spannung aufrecht bleibt", sagte der Nationaltrainer.

Eingeschlagenen Weg fortsetzen

Für seinen Kapitän Christian Fuchs geht es vor allem darum, den positiven Trend beizubehalten. "Wir wollen den eingeschlagenen Weg fortsetzen." Der Test gegen Uruguay sei eine wichtige Bestandsaufnahme. "Es geht gegen Weltklasse-Spieler, da gilt es dagegenzuhalten", sagte der Niederösterreicher und hob noch einen anderen Aspekt hervor. "Wir wollen unsere Bilanz in Freundschaftsspielen verbessern."

Auch David Alaba blickte dem Match optimistisch entgegen. "Wir wollen sehen, wo wir stehen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken, wir wissen, was wir können. In den letzten Jahren haben wir viele Schritte nach vorne gemacht", sagte der Bayern-Legionär, der die "Bedrohung" durch Luis Suarez so wie Fuchs gelassen sieht. "Dann beißen wir eben zurück", schmunzelte Fuchs in Anspielung auf die Beißattacken des Uruguayers.

"Glaube fest daran, dass wir es schaffen werden!"

Für den 27-Jährigen bedeutet das Länderspiel eine willkommene Abwechslung nach den jüngsten Debakeln mit Schalke gegen Real Madrid und Bayern München. "Als Schalke-Spieler kommt der Lehrgang nicht ungelegen", gab der Linksverteidiger zu. Man habe zwar gegen die zwei derzeit wohl weltbesten Teams hoch verloren, "aber die Frage ist, ob man sich so abschlachten lassen muss".

Derzeit kreisen Fuchs' Gedanken jedoch vor allem um die Nationalmannschaft und damit auch um die bevorstehende EM-Qualifikation. Die Gruppe mit Russland, Schweden, Montenegro, Moldawien und Liechtenstein sei "nicht die dankbarste. Aber ich glaube fest daran, dass wir es schaffen werden."

Damit das Ticket für die Endrunde 2016 in Frankreich gelöst werden kann, müsse man sich an der starken Leistung in der ersten Hälfte beim 1:2 in Schweden sowie an andere phasenweise gute Auftritte in der vergangenen WM-Qualifikation orientieren. "Aber das waren alles nur Teilerfolge. Der große Erfolg ist bisher ausgeblieben", betonte Fuchs.