Erstellt am 15. April 2016, 06:44

von Bernhard Fenz

Vastic: „Nur dann sind wir auch wirklich gut“. Warum Mattersburg-Trainer Ivo Vastic nach dem 0:1 in Ried vor den Kopf gestoßen war – und was nun vor dem Altach-Spiel zu tun ist.

Nächste Aufgabe: Am Samstag fliegt der Ball wieder durch das Mattersburger Pappelstadion. Patrick Bürger und seine Kollegen empfangen dabei um 18.30 Uhr den SCR Altach. Foto: Ivansich  |  NOEN, Ivansich
Damit hat Ivica Vastic am Samstag im Innviertel wirklich nicht gerechnet. Eine 0:1-Niederlage kann schon einmal vorkommen und ist auch verkraftbar.

Die Art und Weise gab dem Chefcoach aber zu denken – vor allem deshalb, weil sich intern etwas völlig Anderes angekündigt hatte: „Im Abschlusstraining hat unser Spiel vor allem in der Offensive sehr gut funktioniert. Das war richtig verheißungsvoll, was da für Akzente gesetzt wurden. Beim Match war davon wenig bis nichts zu sehen, es hat die notwendige Durchschlagskraft gefehlt. Zudem haben wir die falschen Entscheidungen getroffen.“

„Team hat vielleicht die Situation unterschätzt“

Naheliegend also, dass der 46-jährige Ex-Offensivmotor angesichts der gar so müden Darbietung im Spiel nach vorne leicht vor den Kopf gestoßen war. „Wirklich erklären kann ich mir das nicht – wir haben uns gut auf dieses Spiel vorbereitet. Vielleicht hat die Mannschaft die Situation am Platz dann doch etwas unterschätzt.“

Ein Klassiker: Die Rieder kämpften schließlich ums sportliche Überleben, Mattersburg hat im Kampf um Platz vier wichtige Punkte eingebüßt und befindet sich so gesehen nun tatsächlich im „Leo“ der Liga. „In der Praxis zeigt sich das dann so, wenn man sich in der Komfortzone befindet und nicht genug für den Erfolg beiträgt“, stellte Vastic klar.

Der sportlich Verantwortliche wolle nun wieder mehr Zug nach vorne sehen, mit der Defensivleistung war er in Oberösterreich übrigens über weite Strecken der Partie in Ried zufrieden: „Das war in Ordnung, nur beim Gegentreffer hat es nicht gepasst.“

Interessantes Duell  gegen den Nachbarn

Besser machen können es die Burgenländer nach drei Niederlagen in Folge am Samstag (18.30 Uhr) daheim gegen die Altacher. An einen nachhaltigen Knacks im System der Grün-Weißen glaubt Vastic jedenfalls nicht, weil „wir in der Vergangenheit schon bewiesen haben, dass wir nach Rückschlägen wieder aufstehen können.“

Nötig sei dafür aber wieder das große Ganze. Besagtes Kollektiv müsse funktionieren. „Nur wenn alle in die Offensive und in die Defensive arbeiten, sind wir wirklich gut. Ziehen nicht alle an einem Strang, dann wirkt sich das dementsprechend aus.“

Ein klarer Auftrag also vor dem Aufeinandertreffen mit den Vorarlbergern, bei denen Mattersburg seine bislang eindeutige Position vor dem hinteren Drittel festigen kann. Der Abstiegsplatz ist nach wie vor mit neun Zählern Vorsprung keine Extra-Erwähnung wert, aber lediglich drei Punkte trennen den SVM als Sechsten von den Riedern als Neunten. Und ein etwaiges Abrutschen weiter nach hinten würde die Saisonbilanz doch nachhaltig trüben.
 

Das Bundesliga-Restprogramm 2015/2016

  • 31. Runde, Samstag, 16 Uhr: Salzburg - Ried; 18.30 Uhr: Mattersburg - Altach, Sturm Graz - WAC, Admira - Grödig; Sonntag, 16.30 Uhr: Rapid - Austria.

  • 32. Runde, Samstag, 23. April, 16 Uhr: Mattersburg - Austria; 18.30 Uhr: Altach - Salzburg, Grödig - WAC, Ried - Admira; Sonntag, 24. April, 16.30 Uhr: Rapid - Sturm Graz.

  • 33. Runde, Samstag, 30. April, 16 Uhr: Grödig - Rapid; 18.30 Uhr: WAC - Mattersburg, Sturm Graz - Ried, Admira - Altach; Sonntag, 1. Mai, 16.30 Uhr: Austria - Salzburg.

  • 34. Runde, Samstag, 7. Mai, 16 Uhr: Austria - Admira; 18.30 Uhr: Salzburg - Sturm, Altach - WAC, Ried - Grödig; Sonntag, 8. Mai, 16.30 Uhr: SVM - Rapid

  • 35. Runde, Mittwoch, 11. Mai, 20.30 Uhr: Sturm - Mattersburg, WAC - Admira, Ried - Austria, Rapid - Altach, Grödig - Salzburg.

  • 36. Runde, Sonntag, 15. Mai*: Mattersburg - Grödig, Austria - Sturm Graz, Altach - Ried, Salzburg - WAC, Admira - Rapid.