Erstellt am 13. Februar 2016, 05:28

von Bernhard Fenz

Vastic: „Warum nicht gleich?“. Die verschlafene erste Stunde beim 3:3 gegen Ried will sich Mattersburg am Samstag in Altach sparen.

Einer gegen alle? Der Schnappschuss täuscht - freilich hatte Manuel Prietl am Samstag gegen Ried auch Unterstützung seiner Mitspieler. Der 24-Jährige nahm aber trotzdem eine tragende Rolle ein und erzielte das 3:3 zudem mit einem sehenswerten Schuss. Fotos: Ivansich  |  NOEN, Ivansich

ALTACH - MATTERSBURG, SAMSTAG, 18.30 UHR. Dem starken Finish sei Dank: Der SV Mattersburg kann in der Bundesliga aus dem 3:3-Remis gegen Ried am vergangenen Wochenende Kraft schöpfen (

).

Nach der Roten Karte gegen Mike Novak in Halbzeit eins, dem daraufhin von Goalie Markus Kuster gehaltenen Elfer sowie eines in Halbzeit zwei zwischenzeitlichen 1:3-Rückstands bleibt das X ein gefühlter Sieg.

Das sieht auch Trainer Ivo Vastic vor dem Spiel am Samstag in Altach so: „Die Art und Weise, wie wir uns zurückgekämpft haben, war top. Trotzdem denke ich mir: Warum nicht gleich? Jetzt wollen wir von Beginn weg mit dieser Leidenschaft auftreten.“

Prietl? „Für mich ein Dauerbrenner“

Mann des Spiels gegen Ried war Manuel Prietl, nicht nur ob seines Traumtors zum 3:3-Ausgleich – der Schuss ins Kreuzeck war sein erster Bundesliga-Treffer. Der 24-jährige Steirer ist im zentralen Mittelfeld schon die gesamte Saison über eine verlässliche Konstante, war gegen die Oberösterreicher bester Mattersburg-Profi und ist laut Vastic ein „Dauerbrenner. Er ist für unser Spiel enorm wichtig, steigert sich laufend und bringt dementsprechend gute Leistungen. Wir können uns auf ihn verlassen.“

Was der Chefcoach an seiner Nummer 19 noch schätzt: „Er traut sich mittlerweile auch immer mehr im Spiel nach vorne zu und sucht die Abschlüsse. So gesehen kommt es für mich auch nicht überraschend, dass er jetzt gegen Ried getroffen hat.“

Für Prietl selbst war das 3:3 gegen Ried klarerweise positiv behaftet, denn: „Die Rote Karte hat uns nach Unachtsamkeiten dann noch ein Stück verunsichert. Aber ein Spiel dauert einmal 90 Minuten – daran haben wir uns ab der Pause geklammert und das Beste daraus gemacht.“

In der Tipico Bundesliga folgen nun zwei Auswärtspartien. Erst geht es am Samstag bekanntlich ganz im Westen gegen Altach zur Sache, ehe sich die Burgenländer am 20. Februar in Wien gegen die Austria für die 1:5-Pleite aus der fünften Runde revanchieren wollen. Personell fehlten zuletzt die Verteidiger Thorsten Mahrer und Lukas Rath verletzungsbedingt – ihre Rückkehr naht, der genaue Zeitpunkt steht aber noch nicht fest.