Erstellt am 20. April 2016, 05:34

von Bernhard Fenz, Philipp Frank, Patrick Bauer und Alfred Wagentristl

Verrückter Titelkampf: Wer kann, wer will?. Sechs Teams mischen um den Aufstieg mit. Nicht alle können oder wollen aber auch nachhaltig in die Ostliga.

Offene Fragen im Burgenlandliga-Titelkampf: In Eltendorf bastelt Klubboss Willi Goldschmidt (mit Trainer Enrico Kulovits, r.) am Projekt Aufstieg, das soll aber eher erst in zwei, drei Jahren realisiert werden.  |  NOEN, zVg/Prader, Frank, Bauer

Wer wird aus der BVZ Burgenlandliga in die Regionalliga Ost aufsteigen? Die Faktenlage dazu ist klar:

  1. Der bestplatzierte Nichtamateurklub besitzt Aufstiegsrecht.

  2. Die SVM Amateure und Parndorf II müssten, um aufsteigen zu dürfen, jedenfalls Erster werden. Dann wird ein Relegations-Duell gegen das schlechtestplatzierteste Ostliga-Amateurteam entscheiden.

  3. Sollte Punkt zwei eintreten, würde der nächstbeste Nichtamateurklub trotzdem über ein Aufstiegsrecht verfügen. Ergo könnte zumindest Platz zwei reichen. Fragt sich nur, wer von den Klubs im Spitzenfeld tatsächlich rauf will.

Dass die Mattersburg-Amas nach dem vorjährigen Abstieg wieder in die Regionalliga wollen, steht fest. Manager Raimund Bachhofer: „Wir werden unser Möglichstes tun, um Erster zu werden. Ob es reicht, weiß keiner.“

Für den SV Eberau, aktuell Leader und auf Aufstiegskurs, wäre der Gang nach oben laut Pressesprecher Alfred Ranftl „ein ungemein großer Aufwand, der kaum zu stemmen wäre“.

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Stichworte: Die Kabinensituation, die nötige Kaderverbesserung sowie die Installierung einer 1b-Truppe. Rein sportlich vergleicht Trainer Klaus Guger seine Elf mit Leicester City in der englischen Premiere League („Die zählte auch jeder anfangs zu den Absteigern“), sagt aber: „Wie es im Meisterfall weitergehen würde, müssen andere klären.“

Das größte Fragezeichen steht hinter dem UFC Purbach. Obmann und Gönner Harry Neumayer wird sich im Mai als Klubboss zurückziehen. Auch wenn er dem Verein als (kleinerer) Sponsor erhalten bleibt, regiert am Türkenhain die Ungewissheit.

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Adi Steindl, Sportlicher Leiter: „Im Mai ist die Generalversammlung – da kann alles passieren. Vielleicht werden wir ja Meister und stellen dann den Spielbetrieb für zumindest ein Jahr ein, sollte sich kein neuer Vorstand finden.“

Noch bleibe Zeit, auch wenn Trainer Andreas Haller und sein Team langsam Klarheit haben wollen: „Natürlich wäre der Titel ein Traum. Da aber niemand weiß, wie es in Purbach weitergeht, ist es schwierig für alle zu planen. Die Kicker brauchen endlich ein Zeichen vom Verein, in welche Richtung es gehen könnte, denn langsam läuft auch ihre Planung an.“

Draßburg: „Das Thema ist noch ganz weit weg“

Dezent zurückhaltend, aber in der Aussage klar, zeigt man sich beim SV St. Margarethen. Der Verein würde, wie Sektionsleiter Günter Welz bestätigte, den Aufstieg annehmen. „Wenn wir es sportlich schaffen.“

Gleiches gilt auch für den ASV Draßburg, seit dem 3:2-Sieg in Eltendorf wieder voll dabei. Präsident Christian Illedits bleibt aber noch sehr defensiv: „Momentan stellt sich die Frage für uns nicht. Dieses Thema ist wirklich noch ganz weit weg.“ Geht es nach der Infrastruktur, wäre man in Draßburg aber bereit.

Bleibt noch Aufsteiger Eltendorf. Dort lautet das Ziel laut Trainer Enrico Kulovits nach wie vor „weiter gut Fußball spielen und am Ende eventuell unter die ersten Fünf“ zu kommen. Für Präsident Willi Goldschmidt hat vorerst die Verbesserung der Infrastruktur Priorität, in „zwei, drei Jahren“ werde man vielleicht einen Anlauf in Richtung Ostliga starten.