Erstellt am 08. Oktober 2013, 13:38

Video und Bilder: Sankt Georgen - Draßburg. Neo-Coach Franz Weiss übernahm Draßburg und holte bei Sankt Georgen den ersten vollen Erfolg.

 |  NOEN, Philipp Frank
SANKT GEORGEN/EISENSTADT - DRASSBURG 1:2

Spielbericht von Manuel Takacs (BVZ Mattersburg)

Draßburg lebt doch noch. Nur 24 Stunden nachdem Neo-Coach Franz Weiss seine erste Trainingseinheit beendete, siegte der Tabellenvorletzte beim Aufsteiger mit 2:1. Wie der Sieg zustande kam, lässt die Vereinsverantwortlichen von einer Aufholjagd in Richtung obere Tabellenhälfte träumen. Die Spieler liefen und kämpften um jeden Ball. „Wichtig war, dass wir in Führung gegangen sind und diese dann auch lange gehalten haben“, sagt Sektionsleiter Jochen Illedits. Nach dem Seitenwechsel und dem Ausschluss von Elmir Hrustanbegovic erhöhten die Heimischen wieder den Druck und kamen auch zum Ausgleich. Doch die Weiss-Truppe ließ sich nicht hängen und erzielte nach einem Konter den 2:1-Siegestreffer. Da die Hausherren die letzte Chance in Minute 91 vergaben, war der erste Saisonsieg Realität.

Vorschau: Am Samstag um 18 Uhr trifft Draßburg auf Purbach. „Der Gegner wird die Niederlage von Stinatz wiedergutmachen wollen. Bei uns wird sich zeigen, ob wir an das Spiel von Sankt Georgen anschließen können. Ich bin aber zuversichtlich“, so Illedits. Elmir Hrustanbegovic ist gesperrt und Andreas Walzer (Muskelprobleme) fraglich.

Spielbericht von Philipp Frank (BVZ Eisenstadt)

„Den Trainerwechsel habe ich wieder gebraucht“, klagte Sankt Georgen-Coach Sepp Lackner vor dem Match gegen Draßburg. Franz Weiss hat unter der Woche das Traineramt beim ASV Draßburg von Damir Todorovic übernommen. Seine Handschrift war schon zum Teil zu lesen. Dennoch hätten die Hausherren die Partie gewinnen müssen.
„Wir haben durch Roman Tullis, Christopher Majer, Martin Dorner und Christopher Pinter gute Chancen vergeben. Es war aber sicher auch die wohl schwächste Halbzeit bislang von uns“, ärgerte sich Lackner. Seine Mannschaft spielte zwar gefällig, vergab aber zu viele Möglichkeiten. Besser machten es da die Gäste. Nach einem unnötigen Eberl-Foul an der Cornerfahne, kam Elmir Hrustanbegovic beim Abpraller völlig frei zum Schuss. Das Leder ging durch einige Spieler hindurch und am Fünfer stand Ofner goldrichtig und lenkte den Ball unhaltbar ins Tor (30.).
Nach Heimpleite nun Wiedergutmachung

Nach dem Seitenwechsel boten die Heimischen fast nur mehr Einbahn-Fußball. Stephan Grafl sorgte mit einem Schlenzer ins lange Eck für den verdienten Ausgleich (72.). Doch die Gäste kamen durch den brandgefährlichen Holger Knartz in Unterzahl – Hrustanbegovic sah wegen Kritik Gelb-Rot – noch zum Siegestreffer.
„Wahnsinn, der setzte sich nach einem Einwurf gegen drei Gegenspieler durch. Da hat die Zuordnung wieder einmal nicht gepasst“, so der UFC-Betreuer. In der Nachspielzeit vergab Majer die Riesenchance auf den Ausgleich, doch er kam zu überrascht an den Ball und schoss mit dem verkehrten Fuß.

„Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und wieder eine Möglichkeit ausgelassen, weiter nach vorne zu kommen. Aber da sind wir nur selber schuld“, so Sepp Lackner.

Vorschau: Am Freitag (18.30 Uhr) geht es wieder daheim weiter – diesmal gegen Pinkafeld. „Das wird eine lebhaftere Partie als gegen Draßburg. Aber daheim wollen wir gewinnen“, so der Sankt Georgen-Trainer. Domenic Steinhauser ist gesperrt (fünfte gelbe Karte). Goalie Philip Fennes ist auch schon auf dem Weg der Besserung und kann mittlerweile wieder Laufeinheiten absolvieren.