Erstellt am 26. September 2015, 21:02

von Bernhard Fenz

Viermal Soriano war für Mattersburg zu viel. Der SV Mattersburg drehte in Salzburg zwar in Halbzeit eins einen Rückstand um, musste letztlich aber trotzdem ohne Punkte die Heimreise antreten...

Aufgezeigt: Jonatan Soriano Casas (Red Bull Salzburg/Mitte) nach dem 1:0 - dem ersten seiner vier Treffer... Die Mattersburger Markus Kuster (re) und Nedeljko Malic (li) sind bedient.  |  NOEN, APA/Krugfoto
Die Bullen setzten sich durch  vier Treffer von Jonathan Soriano mit 4:2 durch und überholten die davor drittplatzierten Burgenländer somit auch in der Tabelle.

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SALZBURG – MATTERSBURG 4:2. Der regierende Meister wollte die Gäste beim Wiedersehen nach der 1:2-Niederlage in Runde eins im Pappelstadion mit Haut und Haaren fressen.

So schien es zumindest unmittelbar nach dem Anpfiff, in Sekunde (!) zehn fand Jonathan Soriano die erste Chance nach Ableger von Omer Damari vor – Mattersburg-Goalie Markus Kuster konnte parieren.

Interessantes Detail am Rande: Beim Bundesliga-Auftakt im Juli traf Markus Pink nach 16 Sekunden zur grün-weißen Führung, insofern hätte Soriano beim Duell mit den Burgenländern nun noch einen draufsetzen können.

Tatsächlich dauerte es dann aber noch rund vier Minuten, ehe der Salzburger Goaleador nach einer Kopfvorlage vor Kuster an den Ball kam und die Kugel am SVM-Goalie ins Netz vorbeispitzelte.

In Minute sieben war es dann Damari, der an Kuster vorbeizog, jedoch am spitzen Winkel scheiterte, auf Takumi Minamino vorlegte, der aber an Kuster scheiterte.

Mattersburg? Die Burgenländer brauchten, ehe Michi Perlak zweimal erste zarte Gefahr andeutete. Dazwischen streute noch Soriano einen gefühlvollen Heber ein (den Kuster über die Latte abwehren konnte), ehe eindeutig die beste Phase der Grün-Weißen folgte.

Per Doppelschlag das Spiel vor der Pause gedreht

21. Minute:  Unwiderstehlicher Vorstoß von Karim Onisiwo über die rechte Seite, Hereingabe in den Sechzehner, wo Kapitän Patrick Farkas nicht minder spektakulär und trocken aus der Drehung abzog – Goalie Alexander Walke war geschlagen, 1:1.

25. Minute: Freistoß Perlak von der rechten Seite, der zirkelte den Ball perfekt auf den Kopf von Legionär Jano – und der Spanier bezwang Walke zur 1:2-Führung.

In der Folge dauerte es, ehe die Salzburger offensiv wieder halbwegs in die Gänge kamen. Dann war es aber wieder eng für den Aufsteiger, etwa bei einem gezirkelten Schuss von 36. Schuss von Valon Berisha, der die Außenstange streifte. Damari verpasste kurz vor dem Pausenpfiff ebenfalls den Ausgleichsjubel.

Rascher Ausgleich, baldige Bullen-Führung

Dieser sollte für die Heimischen dann auch rasch nach Wiederbeginn folgen, als Naby Keita Jonathan Soriano einsetzte, der mit links an Kuster zum 2:2 vorbeischoss. Und es sollte noch bitterer für die Burgenländer kommen.

Nach einer weiteren Gelegenheit von Damari folgte die schönste Szene der Partie zum 3:2 für Salzburg: Im Zuge eines schnellen Kombinationsspiels bediente Andreas Ulmer Soriano im Rückraum der Mattersburger Abwehr – und der 30-Jährige setzte das Runde perfekt in die obere lange Ecke. Zu diesem Zeitpunkt waren 67 Minuten gespielt.

Danach gab es kurze Hektik im SVM-Strafraum, als Keita (der später noch mit einem Schuss am Goalie scheiterte) an Kuster vorbeiging, aber zu lange wartete und Minamino die Hereingabe ebenfalls nicht verwerten konnte.

Während die Ausgleichs-Bemühungen des SVM in dieser Phase viel zu harmlos blieben, fixierte Salzburg im Finish den Dreipunkter endgültig – und Soriano sollte seinen Stempel nachhaltig auf die Partie setzen. Nach Foul von Alois Höller an Ulmer entschied Referee Alexander Harkam auf Elfmeter, den der Kapitän souverän verwertete, indem er Kuster verlud und den Ball in die linke Ecke setzte – es war Treffer numero vier. Ein Ball des eingewechselten Smail Prevljak an die Stange blieb ohne Folge – das 4:2 stand fest.

Fazit: Eine sehr starke Phase des SV Mattersburg war zu wenig, letztlich siegte Salzburg verdient. Weiter geht es für die Burgenländer am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen die Admira.


Stimme zum Spiel:

SVM-Kapitän Patrick Farkas: „Es war das erwartet schwere Spiel, leider haben wir nach der Pause durch zwei Ballverluste zwei Tore kassiert – und dann wird es schwer in Salzburg. Man kann aber aus jedem Match etwas Positives mitnehmen. In dieser Partie wurden wir für unsere Fehler bestraft, das soll uns beim nächsten Mal nicht mehr passieren.“

Mattersburg-Trainer Ivo Vastic: „Wir haben in der zweiten Halbzeit in der Phase der Gegentreffer nicht konzentriert genug agiert – die Ballverluste in der Vorwärtsbewegung waren vermeidbar. Zwar haben wir versucht, nach vorne weiter zu unseren Chancen zu kommen, nur ist im Konter  dann nicht der letzte Pass angekommen. Der Charakter der Mannschaft passt jedenfalls. Johnny Soriano ist ein sensationeller Spieler und richtiger Goalgetter.“
 
Salzburg-Kapitän und Vierfachtorschütze Jonathan Soriano: „Es war nicht so einfach gegen Mattersburg, jetzt müssen wir aber schon an Rapid denken.“
 


SALZBURG – MATTERSBURG 4:2 (1:2).

Torfolge: 1:0 (5.) Soriano, 1:1 (21.) Farkas, 1:2 (25.) Jano, 2:2 (51.) Soriano, 3:2 (67.) Soriano, 4:2 (85.) Soriano.

Gelb: Keita (2.).

SR: Harkam.- Wals-Siezenheim, 6.172.

Salzburg: Walke; Schwegler, Miranda, Caleta-Car, Ulmer; Minamino, Schmitz, Berisha (80. Nielsen), Keita; Soriano (86. Prevljak), Damari (71. Reyna).

Mattersburg: Kuster; Höller, Malic (35. Rath), Mahrer, Maksimenko; Prietl (77. Grgic), Jano; Farkas, Perlak, Onisiwo; Pink (54. Templ).