Erstellt am 29. Dezember 2013, 11:05

Vojta und Schrott sind Leichtathleten des Jahres. Mittelstreckenläufer Andreas Vojta und Hürdensprinterin Beate Schrott sind die Sieger bei der Wahl zu Österreichs Leichtathleten des Jahres.

Beate Schrott verzichtet auf die EM - Ziel ist die WM in Moskau. Foto: APA  |  NOEN, APA
Der Österreichische Leichtathletik-Verband hat in den vergangenen Wochen per Online-Abstimmung mit Rekordbeteiligung bei Fans, Journalisten und Trainern die Sieger ermittelt. Die Gewinner und Top-Platzierten werden bei den feierlichen Austrian Athletics Awards im Lauf der Hallensaison geehrt.

„Dieses Ergebnis rückt die Leistungen unserer Leichtathleten verdientermaßen in den Blickpunkt und ist zugleich Ansporn, um neue Ziele zu erreichen, gerade für die jungen Sportler. Ich gratuliere allen zu ihren Erfolgen und zu ihren Platzierungen bei der Wahl“, so ÖLV-Präsident Ralph Vallon.

Vierter Sieg in Folge für Andreas Vojta

Der 24-jährige Mittelstreckenläufer Andreas Vojta (team2012.at) beendet das Jahr zum vierten Mal in Folge als Sieger der Athletenwahl. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille über 800 Meter bei der Universiade, einem ÖLV-Hallenrekord über 1000 Meter, guten Auftritten in der IAAF Diamond League, starken Zeiten über 800 und 1500 Meter sowie dem dritten Platz in der Europarangliste über die klassische Meile hat er zahlreiche starke Leistungen erbracht. Als einziger ÖLV-Athlet nahm er bei der Hallen-EM in Göteborg und der WM in Moskau teil. In Summe brachte ihm dies einen deutlichen Sieg in der Wahl.

Diskuswerfer Gerhard Mayer (SVS Leichtathletik) kam in der Wahl auf den zweiten Platz. Für seine starke Saisonbestweite von 65,16 Metern, womit auf Rang 12 der Europarangliste liegt, und der Teilnahme an der WM in Moskau wurde er mit zahlreichen Stimmen von Fans und Experten belohnt. Rang drei holte sich Stabhochspringer Paul Kilbertus (ALC Wels), der den zehnten Platz bei der Universiade erreichte, vor Zehnkämpfer Dominik Distelberger (UVB Purgstall) und Werfer Lukas Weißhaidinger.

Beate Schrott bleibt Leichtathletik-Liebling

Bei den Frauen setzte sich Hürdensprinterin Beate Schrott (Union St. Pölten) nach 2011 und 2012 erneut durch. Durch einen Startverzicht bei der Hallen-EM und einer Verletzung bei der Freiluft-WM fehlte sie zwar bei internationalen Großereignissen. Ihr überraschender ÖLV-Hallenrekord über 60m Hürden, starke Freiluftleistungen wie ein dritter Platz beim IAAF Diamond League Meeting in Oslo und ihre Saisonbestleistung von 12,87 Sekunden bei der Salzburger Leichtathletik-Gala haben sie zum dritten Mal in Serie als Siegerin aus der Wahl gehen lassen.

Knapp dahinter erreichte Andrea Mayr (SVS Leichtathletik) den zweiten Platz. Als Berglauf-Europameisterin und Siegerin beim Jungfrau Bergmarathon hat sie neben ihrer Tätigkeit als Turnusärztin eine sehr erfolgreiche Laufsaison gezeigt. Mehrkämpferin Ivona Dadic (PSV Wels), die in einem von Verletzungen beeinträchtigten Jahr Rang fünf bei den U23-Europameisterschaften holte, kam in der Wahl auf den dritten Platz vor Speerwerferin Elisabeth Eberl, der Bronzemedaillengewinnerin bei der Universiade, und Kira Grünberg, Finalistin bei der U23-EM und U23-Rekordbrecherin im Stabhochsprung.

Top-Nachwuchsathleten Nikolaus Franzmair und Djeneba Touré

Bei den aussichtsreichen Athleten der kommenden Generation (U20 und jünger) setzten sich in der Wahl zu Österreichs Nachwuchsathleten des Jahres Mittelstreckler Nikolaus Franzmair (ULC Linz Oberbank) und Werferin Djeneba Touré (AT Graz) durch. Der 18-jährige Franzmair wiederholte seinen Wahlerfolg aus dem Vorjahr und war mit seinen Leistungen die unbestrittene Nummer 1.

Der 800m-Spezialist überzeugte als Teilnehmer bei der Hallen-EM der Allgemeinen Klasse, mit dem fünften Rang bei der U20-EM und als Vierter der U20-Europarangliste. Sprint-Talent Dominik Hufnagl (SVS Leichtathletik), Silbermedaillengewinner über 400m Hürden beim European Youth Olympic Festival, landete in der Wahl auf dem zweiten Platz vor U18-WM Teilnehmer im Hindernislauf Luca Sinn (UAB Athletics), Berglauf-WM Bronzemedaillengewinner Manuel Innerhofer und Stabhochspringer Lukas Wirth, der als Achter der U20-EM und mit vier ÖLV U20-Rekorden erneut eine starke Saison gezeigt hat.

Bei den Nachwuchsathletinnen freut sich die 17-jährige Djeneba Touré über den Sieg. Sie schaffte im Diskuswurf und Kugelstoß die Teilnahme an den U18-Weltmeisterschaften, erzielte in beiden Disziplinen ÖLV U18-Rekorde und liegt im Diskuswurf an fünfter Stelle der U18-Europarangliste. Susanne Walli (Zehnkampf Union), mit Rang 14 über 400 Meter die bestplatzierte ÖLV-Athletin bei der U18-WM, kam in der Wahl auf den zweiten Platz vor Lena Millonig (ULC Riverside Mödling), die über 2000m Hindernis beim European Youth Olympic Festival den fünften Platz holte, Speerwerferin Victoria Hudson und Sprinterin Ina Huemer.