Erstellt am 20. April 2011, 00:00

Vor der Pflicht noch ein Genuss-Spiel. TIPP3 BUNDESLIGA / Das Cupmatch bei Rapid ist dank der neuen Tabellensituation ein freudiges Ablenkungsmanöver.

Dankeschön! Patrick Farkas applaudierte nach dem Schlusspfiff den mitgereisten Fans in der Generali-Arena.  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Mattersburg gelang mit dem 1:0 bei der Wiener Austria Großes. Dass die Burgenländer erstmals in ihrer Geschichte am Verteilerkreis gewinnen konnten, ist statistisch lieb. Dass sie aber vor der englischen Woche für klare Fronten im Abstiegskampf sorgten, ist in der Praxis weit wertvoller.

Heute, Mittwoch, steht beim SK Rapid schließlich das Viertelfinale im ÖFB-Cup, der ab sofort Samsung-Cup heißt, auf dem Programm. Am Samstag empfangen die Burgenländer in der Bundesliga den LASK, der wohl nur mehr mit dem Mute der Verzweiflung antreten kann. Da kommt der überraschende Erfolg vom Samstag gerade recht. Trainer Franz Lederer – er spricht über das 1:0 bei der Austria von einem der schönsten Siege in seiner Ära: „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass irgendetwas nicht gepasst hätte. Vielleicht wäre noch mehr Ruhe eingekehrt, hätte Patrick Farkas kurz vor Schluss den Matchball verwertet. Wir haben aber unterm Strich von A bis Z beinahe den Idealfall durchgespielt. Jetzt gehen wir mit einer großen Portion Selbstvertrauen in diese Spiele.“ Die Cup-Hürde im Hanappi-Stadion bezeichnet der Chefcoach übrigens als „Genuss-Spiel“.

Die Meisterschaft steht  eindeutig über dem Cup

Kein Wunder: In Wien Hütteldorf dürfen die SVM-Profis ohne schlechtes Gewissen befreit aufspielen. Für Rapid ist der Cup die große Chance auf das europäische Geschäft (wenn es in der Meisterschaft nicht klappen sollte), für Mattersburg gibt es keine gesonderten Vorgaben – eine Überraschung ist somit erlaubt, aber nicht gefordert. Obmann Martin Pucher: „Solange wir in der Meisterschaft noch nicht fix durch sind, steht der Cup an zweiter Stelle.“

Die Siegermannschaft  wird sicher verändert

Manuel Seidl wird gegen Rapid fehlen, er ist gesperrt. Wieder zur Verfügung stehen Ivan Parlov und Michi Mörz, die bei der Austria eine Zwangspause einlegen mussten.

Am Samstag gegen den LASK müssen dann Patrick Farkas und Robert Waltner eine Gelbsperre absitzen. Wann Ilco Naumoski, der mit einer hartnäckigen Verkühlung kämpft, wieder ein Thema ist, steht noch nicht fest.

Jungvater und Goldtorschütze

Robert Waltner, seit kurzem stolzer Papa einer Tochter namens Roberta, erledigte auch am Verteilerkreis Favoriten einen guten Job. Der Legionär (hier gegen Florian Klein) sicherte dem SVM mit seinem Goldtor nach Wiederbeginn drei Punkte und einen verheißungsvollen Start in die englische Woche: Am Mittwoch wartet im Cup-Viertelfinale die Auswärtsaufgabe gegen Rapid, am Samstag ist der LASK zu Gast im Pappelstadion.

BERNHARD FENZ