Erstellt am 21. April 2015, 21:00

von Bernhard Fenz

Vorentscheidung im Aufstiegskampf!. Ein Elfmeter kurz vor Schluss brachte dem SV Mattersburg den 1:0-Sieg gegen den SV Horn und somit die Vorentscheidung im Aufstiegsrennen.

Siegerpose: Coach Ivica Vastic und der SV Mattersburg machten mit dem späten 1:0-Sieg gegen Horn einen Riesenschritt in Richtung Wiederaufstieg. Foto: Martin Ivansich  |  NOEN, Martin Ivansich
Weil nämlich der LASK daheim gegen Hartberg mit 0:1 verlor, beträgt der Vorsprung auf die Linzer vor den letzten sieben Runden satte zehn Punkte. Der SV Mattersburg steht somit vor dem Wiederaufstieg in die Tipico Bundesliga!

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Die nicht aufstiegsberechtigten Lieferinger führen zwar weiter die Tabelle mit 60 Punkten an, viel wesentlicher ist aber, dass Mattersburg mit 54 Punkten nun zehn Zähler vor dem weiter schwächelnden LASK steht. Die drei Punkte gegen den SV Horn waren allerdings ein hartes Stück Arbeit. Lange Zeit sah es nur nach einem Unentschieden aus.

Pink, Doleschal und Jano probierten's per Kopf

Zum Spiel: Über sportliche Höhepunkte vor der Pause zu sprechen, fällt schwer. Zu sehr neutralisierten sich beide Mannschaften, zu eng wurde es immer wieder beim Aufeinandertreffen zweier kompakt stehender Teams. Da waren Kopfballversuche von Markus Pink, Dominik Doleschal und Jano noch die größten „Aufreger“ auf Seiten der Gastgeber, eine Volley-Vorlage von Pink aus spitzem Winkel fand keinen Abnehmer.



Der SV Horn wiederum hatte seine erste echte Annäherung an das Gehäuse der Burgenländer in Form von Nico Antonitsch, als der aufgerückte Verteidiger einer Kopfballvorlage vom Fünfer aus zu wenig Druck mit auf den Weg geben konnte – kein Problem für Goalie Markus Kuster. Ein Weitschuss von Martin Kreuzhuber streifte knapp am Tor vorbei.

Und doch hätte der optisch überlegene SVM vor dem Pausenpfiff noch in Führung gehen können, als Thorsten Mahrer die bis dahin größte Gelegenheit vorfand: Zweimal scheiterte der Mattersburger Innenverteidiger aber an Schlussmann Philip Petermann, ehe der Ball vor der Linie endgültig geklärt wurde.

Lange sah die Partie nach einem Unentschieden aus

Die zweite Halbzeit startete generell mit mehr Schwung, auf Seiten der Gäste sorgte Casanova für den ersten Fast-Torjubel, als er eine Hereingabe des eingewechselten Rintaro Yajima übernahm und knapp neben die Stange setzte.

Auf der Gegenseite erzeugten die Grün-Weißen zwar mehr Druck (und schnürten die Waldviertler auch ein), dieser blieb aber ohne die ganz zwingenden Chancen. Logische Folge: Die Partie verflachte wieder, und der SV Horn konnte den Zweiten wieder unter Kontrolle halten – eine gute Gelegenheit von Marco Sahanek inklusive.

Besonders brenzlig vor dem Horner Tor wurde es dann wieder in Minute 75, als Michi Perlak einen Freistoß knapp außerhalb des Strafraums aus spitzem Winkel Richtung kurze Ecke zirkelte – Petermanns Abwehr prallte von Antonitschs Körper aber ins Torout ab.

Starke Schlussphase brachte entscheidenden Treffer

Es war der Beginn einer doch noch sehr heißen Schlussphase, in der die Mattersburger am Ende noch über einen knappen Sieg jubeln durften.

Erst sah es aber ganz danach aus, als ob SVM-Kapitän Patrick Farkas den Matchball vergeben hätte, als eine Perlak-Hereingabe am Luftduell Petermann-Pink vorbeiging und der Oberdorfer das Runde über die Latte jagte.

Dem war aber nicht so, weil Farkas wenig später in Minute 85 nach einem Zweikampf mit Nico Antonitsch zu Boden ging und Referee Bernd Eigler auf den Punkt zeigte – eine sehr harte Entscheidung, wie auch die Zeitlupe bewies.

Dem SVM war es egal und Markus Pink setzte den Ball trocken in die Ecke zum Sieg. Weil die Niederösterreicher in der Folge nicht mehr zusetzen konnten und Grün-Weiß bei den Gegenstößen nicht mehr traf, blieb es beim 1:0. Schön für Mattersburg auf dem Weg zum Aufstieg, ganz bitter für die Horner, die auf dem vorletzten Platz stehen und weiter tief im Abstiegsstrudel stecken.


SV MATTERSBURG – SV HORN  1:0 (0:0)

Tor: 1:0 (86.) Pink (Foulelfer).
Gelb: Candela (24., Foul), Sittsam (62., Foul), Djordjevic (71., Foul), Rusek (74., Foul), Antonitsch (86.); Pink (49., Unsportlichkeit), Perlak (93., Foul).
SR: Eigler.- Pappelstadion, 1.800.
Mattersburg: Kuster; Farkas, Malic, Mahrer, Novak; Jano, Perlak, Sprangler (64. Prietl); Röcher (75. Höller), Pink, Doleschal (61. Onisiwo).
Horn: Petermann; Djordjevic, Antonitsch, Kreuzhuber (46. Yajima); Sittsam, Candela, Tursch, Casanova, Kröpfl (79. Dilic), Rusek; Sahanek (89. Ayyildiz).


STIMMEN ZUM SPIEL

SVM-Trainer Ivo Vastic: „Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt und von Beginn an gut gespielt. Horn ist aber sehr gut gestanden und war auch noch vorne gefährlich. Wir haben aber Geduld bewiesen und uns das Glück beim Elfmeter auch erarbeitet.“
 
Horn-Trainer Christoph Westerthaler: „Das war eindeutig kein Elfmeter, da war weit und breit keine Berührung zu erkennen. In unserer Situation ist diese Niederlage natürlich besonders bitter.“
 
SVM-Präsident Martin Pucher: „Die Mannschaft hat sich den Sieg erkämpft, umso mehr freut mich das. Es geht jetzt noch sieben Runden, 21 Punkte sind zu vergeben, wir haben zehn Punkte Vorsprung auf den LASK. So gesehen haben wir fast 50 Prozent Vorsprung im Aufstiegskampf.“
 
SVM-Spieler Michi Perlak: „Wir waren über 90 Minuten die dominierende Mannschaft, der Sieg ist hochverdient. Zehn Punkte sind ein schöner Vorsprung, aber es sind noch immer 21 Punkte zu vergeben, zu feiern gibt es noch nichts.“
 
SVM-Spieler Alois Höller: „Es war das erwartet schwere Spiel, bei dem wir gottseidank zum Schluss noch den Dreier eingefahren haben. Mit dem Zehn-Punkte-Vorsprung kann ich heute Nacht noch besser schlafen….“
 
Horn-Kapitän Aleksandar Djordjevic: „Es wäre ein gerechtes Unentschieden gewesen. Natürlich geht Nico Antonitsch unglücklich hin, aber das war kein Elfmeter.