Erstellt am 08. Juli 2011, 13:31

Vorerst 63 Stadionverbote bei Rapid ausgesprochen. Der SK Rapid hat nach dem Skandalderby gegen die Austria am 22. Mai erste Stadionverbote ausgesprochen. Vorläufig 63 Personen wird ab Sonntag der Zutritt zum Hanappi-Stadion verwehrt bleiben - Tendenz steigend.

Der SK Rapid hat nach dem Skandalderby gegen die Austria am 22. Mai erste Stadionverbote ausgesprochen. Vorläufig 63 Personen wird ab Sonntag der Zutritt zum Hanappi-Stadion verwehrt bleiben - Tendenz steigend. Die Identifikation der "Platzstürmer" ist laut Verein noch nicht abgeschlossen. In den kommenden drei bis vier Wochen könnte sich die Anzahl der Verbote auf bis zu 80 Personen steigern.

Fünf bundesweite Stadionverbote hatte Rapid bis dato ausgeschrieben. Diese "black list" wurde nun um ein Vielfaches erweitert, nachdem der Senat 3 der Bundesliga von der Exekutive die Liste jener Namen übermittelt bekommen hatte, die nach dem Platzsturm während des schließlich abgebrochenen 297. Wiener Derbys identifiziert worden waren. Die Abos der Betroffenen werden umgehend zurückbeordert.

Mit dem groß angelegten Saubermachen darf jedoch nicht gerechnet werden. Schließlich hatten im "Derby der Schande" Hunderte, teils vermummte Krawallmacher das Spielfeld gestürmt. Getroffen hat es aber vor allem die Rädelsführer. Rapid-Präsident Rudolf Edlinger hatte eine Zahl zwischen 70 und 100 Personen bereits angekündigt, dies sollte nun auch eintreffen.

"Eine Zahl von 200 Personen, so etwas wird nicht eintreten. Fans, die in Flip-Flops nur kurz über den Zaun gesprungen und dann gleich wieder zurück sind, sind für uns keine Hausverbote", meinte Rapids Club-Serviceleiter Andreas Marek. Er rechnet, dass die Identifikation in vier Wochen abgeschlossen sein wird.

In Kraft treten werden die Stadionverbote ab kommendem Sonntag, wenn Rapid den deutschen Bundesligisten 1899 Hoffenheim zu einem Testspiel zu Gast im Hanappi-Stadion hat. Gespannt darf man dabei auf die Reaktion der Hütteldorfer Fans sein. Diese haben in Internet-Foren einen Stimmungs-Boykott angekündigt. Ob dieser auch danach in den Liga-Heimspielen zur Anwendung kommt, ist unklar.