Erstellt am 04. September 2013, 00:00

„WAC ist stark, wenn alle galoppieren“. Tipp3 Bundesliga / Didi Kühbauer ist neuer WAC-Trainer. Erstes Ziel: Kampfgeist stärken. Dann wird der Klassenerhalt gelingen.

Neues WAC-Trainerduo: Didi Kühbauer (r.) und sein Assistent bei der Admira - Manfred Nastl (l.) - wechseln nach Kärnten.  |  NOEN, Möhsner
Von Bernhard Fenz

Am Sonntagnachmittag jagte Didi Kühbauer im Rahmen eines Charity-Events in Purbach noch dem Ball nach, ehe am Abend schon die Einigung mit Wolfsberg-Boss Dietmar Riegler erzielt wurde.

Tags darauf folgte die Veröffentlichung, die Zeit bis zum offiziellen Grünlicht wurde zur Klärung des letzten wichtigen Details genützt: Der 42-Jährige kann – das war sein klarer Wunsch – auch Co-Trainer Manfred Nastl (mit dem er bei der Admira jahrelang zusammengearbeitet hatte) nach Kärnten mitnehmen.

Und somit war es fix: Didi Kühbauer ist neuer WAC-Trainer. Der Burgenländer soll dem aktuellen Schlusslicht (nur zwei Punkte nach sieben Runden) im zweiten Jahr seit dem Bundesliga-Aufstieg wieder neues Leben einhauchen. „Vieles spielt sich in den Köpfen ab. Wesentlich ist ein Erfolgserlebnis, das muss über kurz oder lang einfach her.“

„Sollbauer wird nicht Mittelstürmer spielen“ 

Vorerst werde sich der ehemalige Admira-Coach die Mannschaft genauer ansehen und auch vielleicht die eine oder andere (System-)Änderung durchführen. Alles umkrempeln wird Kühbauer aber nicht. „Ein Michael Sollbauer (Anm.: Innenverteidiger) wird nicht Mittelstürmer spielen.“

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Das eine oder andere Zeichen muss aber gesetzt werden. Schließlich hat der WAC saisonübergreifend seit zwölf Runden nicht mehr gewonnen. Kühbauer, der im Frühjahr mit der Admira in heftige Abstiegssorgen schlitterte, kennt die Situation. Die Mannschaft habe jedenfalls das Potenzial, wenn „sie dort anschließt, wo sie 2012 schon einmal war. Wolfsberg war und ist stark, wenn alle galoppieren.“

"Die Voraussetzungen passen"

Ein erstes Bild hat er sich von seinem neuen Verein gemacht, das Umfeld ist top. „Präsident Riegler hat einen guten Namen, die Voraussetzungen passen. Ich freue mich auf die Arbeit und werde die Länderspielpause entsprechend nützen.“ Danach wird es ernst: Erst ist die Admira zu Gast, ehe Rapid und Salzburg warten.

Der Wahl-Wulkaprodersdorfer wird übrigens eine Wohnung beziehen und die meiste Zeit der Woche in Kärnten verbringen. „Ich bin gerne Trainer – und es wäre das falsche Zeichen, wenn ich nicht die meiste Zeit vor Ort wäre.“

Klarerweise wird Kühbauer dann die freien Tage im Burgenland bei seiner Frau Ingrid sowie den beiden Töchtern Emily und Kim verbringen. Denn die Familie bleibt im Burgenland. „Meine Kinder gehen hier zur Schule, ich will sie nicht rausreißen.“