Erstellt am 26. März 2012, 11:18

Wacker Innsbruck darf vom Europacup träumen. Die österreichische Fußball-Bundesliga hat seit Sonntag noch einen Europacup-Anwärter mehr. Wacker Innsbruck hat mit dem 2:1 daheim gegen Rapid den einzigen vollen Erfolg der 27. Runde gefeiert und Anschluss an die obere Tabellenhälfte gefunden.

"Das war ein Schlüsselspiel, denn bei einer Niederlage wäre die Verbindung zu den vorderen Plätzen abgerissen", sagte Wackers Trainer Walter Kogler. Die Innsbrucker liegen zwar nur auf Platz sieben, weisen aber lediglich vier Punkte Rückstand auf die drittplatzierte SV Ried auf. Den Sieg gegen den Rekordmeister hatten die Tiroler vor allem dem Blitzstart und Rapid-Spezialist Marcel Schreter zu verdanken. Nach fast 13 Monaten ohne Torerfolg schlug Schreter gegen die Rapidler innerhalb von neun Minuten per Halbvolley (2.) und Freistoß (11.) gleich zweimal sehenswert zu.

Für Schreter war es schon der zweite Doppelpack gegen seinen Lieblingsgegner, dieses Kunststück war ihm gegen Rapid auch beim 4:0 am 18. Juli 2010 gelungen. Beim 3:3 am 11. Dezember 2010 in Hütteldorf trug sich Schreter ein weiteres Mal in die Torschützenliste ein. Auch der 30-Jährige schielt nun in der Tabelle nach oben: "Träumen darf man ja von einem Europacup-Startplatz. In dieser Liga ist alles möglich."

Das bis dato letzte Innsbrucker Europacup-Gastspiel ist mehr als ein Jahrzehnt her. In der Saison 2001/02 scheiterte der FC Tirol, mit Walter Kogler in der Verteidigung, in der Champions-League-Qualifikation an Lok Moskau und danach im UEFA-Cup an Fiorentina. Bis zum Comeback auf der europäischen Bühne ist es allerdings noch ein weiter Weg, am Samstag daheim gegen Fast-Absteiger Kapfenberg ist ein Sieg Pflicht.