Erstellt am 02. Mai 2012, 00:00

Wandert Neustadt ab?. TIPP3 BUNDESLIGA / Der SC Wiener Neustadt trainiert fix bis Mai 2013 im VIVA Steinbrunn – die Zeit danach ist noch offen.

VON BERNHARD FENZ

Seit Juni 2009 nutzt der SC Wiener Neustadt das VIVA Steinbrunn als Trainingszentrum. Der Lokalrivale des SVM bereitet sich im burgenländischen Landessportzentrum auf die Meisterschaft und auf die nächsten Spiele vor.

Ob das auch künftig so bleibt, ist allerdings noch nicht fix: So ließ Wiener Neustadts Sportstadtrat Horst Karas – im Brotberuf hoher Offizier an der Theresianischen Militärakademie (MilAk) – laut NÖN Wiener Neustadt mit einem interessanten Vorstoß aufhorchen: Er könne sich vorstellen, dass der SC Wiener Neustadt seine Trainingszelte in der MilAk aufschlägt. Laut Karas wären ein großer Fußballplatz, Wellness- und Fitnesseinrichtungen sowie Räumlichkeiten, um auch dort zu nächtigen, vorhanden. Hintergrund der Überlegungen ist unter anderem die größere Verankerung des SC mit Wiener Neustadt.

Bis Ende der Saison 12/13  bleibt alles beim Alten

Auf Seiten des VIVA Steinbrunn sieht man der Angelegenheit gelassen entgegen. Geschäftsführer Bernd Dallos zur BVZ: „Der aktuelle Vertrag mit dem SC läuft bis zum Ende der kommenden Saison, von daher ist derzeit alles klar. Unser Verhältnis ist sehr gut.“

Das unterstreicht auch Neustadts Manager Alex Gruber: „Wir sind überaus zufrieden, das Angebot im VIVA wird nur schwer zu toppen sein.“ Nachsatz: „Natürlich kann man aber über alles nachdenken.“ Unruhig ob des aufgekommenen Vorschlags ist Dallos jedenfalls nicht. Sollte es aber tatsächlich einmal zu einem Ende der Vereinbarung kommen, werde man seitens des VIVA das finanzielle Loch durch „andere Aktivitäten“ stopfen – rund fünf Prozent des Jahresumsatzes lukriert das VIVA vom SC.

„Dem gegenüber steht aber auch die nötige Erhaltung – ein ordentlicher Platz kostet zwischen 20.000 und 25.000 Euro pro Jahr,“ so Dallos, der sich im Falle einer etwaigen SC-Abwanderung so oder so künftig eine weitere Kooperation (etwa im Nachwuchs oder in anderen Bereichen) mit den Niederösterreichern vorstellen kann: „Wir sind hier offen.“