Erstellt am 03. September 2012, 00:05

Weitere österreichische Medaillen bei Paralympics. Der vierte Tag der Paralympischen Sommerspiele in London hat für das österreichische Team die nächsten Medaillen gebracht.

Tischtennisspieler Stanislaw Fraczyk holte am Sonntag Silber, Speerwerferin Natalija Eder gewann im voll besetzten Olympiastadion in der Klasse F12/F13 überraschend Bronze. Blindensportler Bill Marinkovic sorgte am späten Abend für das dritte Edelmetall am Sonntag. Der 39-Jährige kam im Olympiastadion im Diskuswurf der Klasse F11 mit 34,59 Metern an die dritte Stelle. Gold ging an den Spanier David Casino (38,41), Silber an den Ukrainer Wasil Lischtschinskji (35,66). Marinkovic gewann 2004 in Athen Gold im Speerwurf. In London tritt er noch im Kugelstoßen an.

Die 32-Jährige Eder, die seit ihrer Kindheit sehbehindert ist, warf im zweiten Versuch den Speer auf 38,03 Meter. Gold ging an die favorisierte Serbin Tanja Dragic vor der Russin Anna Sorkina. Mit Bronze war Eder aber hochzufrieden. "Mein Herz klopft bis zum Hals. Es ist ein Wahnsinn, dass ich bei den Paralympics eine Medaille gewonnen habe", sagte die Werferin, die in Weißrussland geboren ist, in der Steiermark lebt und für den Wiener Landesverband startet.

Tischtennisspieler Stanislaw Fraczyk musste sich in der Klasse 9 erst im Finale geschlagen geben. Fraczyk unterlag dem als Nummer eins gesetzten Chinesen Lin Ma mit 1:3 (8,-7,-4,-11). "Ich bin sehr stolz darauf, dass ich die Silbermedaille gemacht habe. Auf der anderen Seite bin ich ein wenig traurig. Wenn man im Finale steht, will man natürlich Gold holen. Man darf aber nicht vergessen, dass ich schon fast 60 bin und gegen junge Burschen spiele", sagte der Stockerauer nach seiner insgesamt siebenten Medaille bei Paralympischen Spielen. Fraczyk hält nun bei drei Gold- und vier Silbermedaillen.

Thomas Geierspichler hat im Rollstuhlsprint der Klasse T52 über 100 m den siebenten Platz belegt. Der 36-jährige Salzburger kam auf eine Zeit von 19,01 Sekunden, die Goldmedaille ging an den US-Amerikaner Raymond Martin in 17,02. Im Rollstuhltennis ist Österreich im Einzel nicht mehr vertreten. Martin Legner unterlag in der zweiten Runde dem Briten Dave Phillipson 3:6,2:6, Thomas Mossier dem Japaner Takashi Sanada 6:4,3:6,3:6.

Für den ÖPC waren es die Medaillen zwei, drei und vier. Pferdesportler Bepo Puch hatte bereits Bronze geholt.