Erstellt am 12. März 2015, 09:28

von RED

Welt- und Europameisterin Trimmel erlitt Kreuzbandriss. Nicole Trimmel gab im Zuge einer Pressemitteilung bekannt, dass sie einen Kreuzbandriss erlitten hat. Die Osliperin trägt die Diagnose mit Fassung und sieht die Verletzung als Chance.

Nicole Trimmel  |  NOEN, zVg
Das Irish Open in Dublin war für Nicole Trimmel der sprichwörtliche Knackpunkt in ihrer bisherigen Karriere. Das Turnier begann durchwegs chaotisch und endete fatal.
 
Dass etwas nicht stimmt, hat Nicole Trimmel sofort gespürt. Umgehend brach sie am Samstag ihre Auseinandersetzung mit der Engländerin Natasha Baldwin ab, es war der dritte Kampf beim Irish Open in Dublin. Erst am Freitag in der irischen Hauptstadt angekommen, musste die Burgenländerin noch am gleichen Tag zwei Kämpfe bestreiten. Aller Strapazen zum Trotz konnte sich die erfahrene Österreicherin durchsetzen, doch am Samstag erlitt sie einen schweren Schicksalsschlag.

Operation am Freitag

Direkt nach der Rückkehr aus Dublin bekam sie die erste Diagnose präsentiert – die neunzigprozentige Wahrscheinlichkeit, dass das Kreuzband am rechten Kniegelenk gerissen ist. Der MRT Befund bestätigte gestern die Prognose. Bereits am Freitag geht es auf den Operationstisch. Im Evangelischen Privatkrankenhaus in Wien wird sie von Dr. Reisinger und Dr. Müllner operiert und das Kreuzband wieder hergestellt. Am selben Knie wurde bereits 2011 eine Operation am Meniskus durchgeführt.
 
Trimmel muss jetzt mit bis zu sechs Monaten Ausfall rechnen und damit ist die Saison für die Weltmeisterin aus Oslip bereits zu Ende, bevor sie richtig angefangen hat. Für eine so ambitionierte Sportlerin wie Nicole Trimmel bedeutet die Verletzung eine sehr einschneidende Nachricht. „Obwohl die Verletzung viel schlimmer ist als 2011 der Meniskuseinriss, hab ich es recht abgeklärt aufgenommen und war sehr gefasst. Wahrscheinlich, weil ich schon einmal in so einer Situation war und zumindest schon teilweise weiß, was jetzt auf mich zukommt“, meint Trimmel.

Teilnahme an WM ungewiss

Theoretisch sind die Weltmeisterschaften im November für die Osliperin trotz ihrer bisher schwersten Verletzung noch machbar, so weit will sie aber nicht vorausschauen. „Zuerst muss man die OP abwarten, dann beginne ich gleich mit der Physiotherapie. Es werden kleine Schritte sein und ich will nichts überstürzen“, meint Nicole, die die Verletzung auch als Chance sieht. Nach ihrer Meniskus-Operation im Jahr 2011 kam sie stärker zurück als zuvor und lieferte durch die Bank bessere Trainingswerte ab.
 
Umso tragischer ist der Zeitpunkt der Verletzung, da Nicole kurz vor der Erfüllung ihres lang ersehnten Traumes stand: eine Profi-WM Titelverteidigung im Vollkontakt Kickboxen vor heimischem Publikum in Eisenstadt. Im Hintergrund lief die Organisation bereits auf Hochtouren. Nun muss das geplante Event vorerst einmal aufgeschoben werden. Besonders dieses Vorhaben lässt Nicole nicht einen Gedanken an ein unfreiwilliges Karriereende verschwenden.