Erstellt am 29. Februar 2012, 00:00

Wenn’s (auf) einmal läuft. TIPP3 BUNDESLIGA / Mattersburg hat mit dem 1:0 bei der Admira eine Selbstverständlichkeit gefunden, die Lust auf Salzburg macht.

Schlenzer ins Glück: Manuel Seidl läutete seine starke Leistung in der Südstadt bereits in Minute neun mit dem Höhepunkt des Spiels ein. Der Kirchschlager verwertete im Zuge eines Gegenstoßes eine tolle Vorlage von Patrick Bürger gekonnt, indem er den Ball an Goalie Christoph Tischler vorbei ins Tor schob. Richard Windbichler (l.) kam zu spät, Mattersburg siegte letztlich 1:0.BERNHARD FENZ  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Nicht dass Manuel Seidl und seine Kollegen nach Niederlagen ständig mit einem bösen G’fries herumrennen. Lustiger ist das Berufsleben aber allemal, wenn man auf einem positiven Arbeitsnachweis aufbauen kann.

Also war auch für die Kicker des SVM die Woche nach dem 4:1 gegen Ried eine feine, ebenso wie das nach dem 1:0 bei der Admira nun vor dem Auswärtsspiel am Samstag in Salzburg der Fall ist. Trainer Franz Lederer: „Die positive Grundstimmung ist erkennbar, es ist mehr Leichtigkeit drin, der Glaube ist stärker.“ All jene Parameter ergeben sich freilich nicht zufällig, wie Seidl – Goldtorschütze in der Südstadt – feststellt: „Mit dem 4:1 gegen Ried ist auch das Selbstvertrauen gestiegen – das ist das Wichtigste. Wenn Selbstvertrauen da ist, geht vieles einfacher. Du gehst dann natürlich auch mit mehr Spaß in ein Training oder in ein Spiel.“

„Gegen Ried genial, gegen  die Admira suboptimal“

Ried als Initialzündung hatte in der Südstadt eine bissige, ambitionierte und kompakte Mattersburger Mannschaft zur Folge, die der spielstarken Admira-Truppe wenig Platz in der gefährlichen Zone gab und bei Ballbesitz selbst rasch umschaltete. Wobei Lederer diesmal die Konter zu wenig schnell ausgeführt wurden. Ilco Naumoski etwa verpasste bei den Bällen für seine in die Tiefe sprintenden Mitspieler das eine oder andere Mal die perfekte Abspielzeit, daher befand Lederer auch: „Gegen Ried war es genial, gegen die Admira war es suboptimal.“

Sei‘s drum. Am Ende stand der Dreier zu Buche, nun folgt am Samstag das Auswärtsmatch in Salzburg. Patrick Bürger und Nedeljko Malic fehlen gelbgesperrt. Trotzdem: Am Selbstvertrauen wird ein Punktgewinn nicht scheitern. Manuel Seidls Ansage: „Wir wissen, dass wir jeden Gegner in Österreich schlagen können. Wichtig ist, dass wir vor allem auf uns selbst schauen.“

Dann könnte vor allem auch wieder, wie schon bei der Admira, die Null stehen. Franz Lederer fand für die Defensive zuletzt durchaus lobende Worte, auch wenn Denk- oder Stellungsfehler noch nicht völlig ausgeräumt sind. Allerdings werden diese nicht sofort mit prekären Situationen oder gar mit Gegentoren bestraft. Auch das könnte Ausdruck dessen sein, dass es schön langsam wirklich rund läuft.