Erstellt am 01. Juni 2016, 19:43

von APA/Red

Wiesberger für kommende Major-Turniere zuversichtlich. Der burgenländische Golfprofi Bernd Wiesberger verbringt derzeit ein paar Tage in seiner Heimat.

 |  NOEN, APA (AFP)
Kommende Woche nimmt er am European-Tour-Turnier Lyoness Open im Atzenbrugg in Niederösterreich teil. Bei einem Besuch in Eisenstadt zum zehnjährigen Jubiläum der Sponsorpartnerschaft mit Raiffeisen am Mittwoch zeigte sich Wiesberger zuversichtlich für die bevorstehenden Major-Turniere.

Er sei zwar vom Ergebnis her heuer noch nicht ganz dort, wo er sich gern sehen würde. "Nichtsdestotrotz glaube ich, dass meine Form am Golfplatz gut ist, nur leider ist die Konstanz im Vergleich zum Vorjahr nicht ganz dort, wo ich sein will", sagte Wiesberger am Rande einer Pressekonferenz zur APA - Austria Presse Agentur.

Teil der Vorbereitung mit seinem Coach in den nächsten Tagen - nicht nur für die Lyoness Open in der nächsten Woche, sondern auch für den Rest der Saison - werde es sein, Mankos zu identifizieren und daran zu arbeiten. "Wir wollen uns auch, speziell für den Heim-Event, so gut wie möglich präsentieren", sagte Wiesberger.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Er sei guter Dinge, dass mit den Lyoness Open "ein Schritt in die richtige Richtung von den Leistungen und den Ergebnissen her gesetzt wird." Seine Saison plane er um die Major-Turniere. Bei den anstehenden drei - US Open, British Open und PGA Championship - werde er dabei sein. Und schließlich wartet das olympische Turnier in Rio, wo Golf neu vertreten ist. Olympia sei ein großes Ziel für ihn, "und auch ein gewisser Stolz, dass ich da Österreich vertreten darf".

Das seien, zusammen mit der Lyoness Open, mit Sicherheit die größten Aufgaben, die er heuer noch vor sich habe, meinte Wiesberger. Zeitlich lägen die Turniere relativ nahe hintereinander. "Deswegen ist es jetzt ein guter Zeitpunkt, die Ergebnisse in die richtige Richtung zu drehen."

Im Hinblick auf Olympia in Brasilien sei natürlich auch das Zika-Virus ein Thema - nicht nur bei ihm, sondern auch bei Kollegen, die im Hinblick auf ihre Familienplanung und ihre gesundheitlichen Bedenken sich entschlossen hätten, das Turnier nicht zu spielen oder weiterhin die Situation beobachten.

Er habe am Mittwoch mit dem Sportdirektor des Golfverbandes ein sehr gutes Meeting beim Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) gehabt, bei dem dieses Thema besprochen worden sei. Dabei sei im Hinblick auf aktuelle Daten der Weltgesundheitsorganisation und der österreichischen Ärzte versichert worden, dass das Risiko sehr gering sei aufgrund der Witterungsverhältnisse zu diesem Zeitpunkt in Rio. Natürlich sollte man es vielleicht nicht riskieren, als schwangere Frau hinzufahren. "Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich keine Bedenken, dass das für mich zu einem Problem werden könnte jetzt unmittelbar vor den Olympischen Spielen", sagte Wiesberger.

Vorbereitung für den Rest der Saison

Während seines derzeitigen Österreich-Aufenthaltes habe er ein paar Stunden mit seiner Freundin verbringen können, die in Wien studiert. "Das ist natürlich auch wichtig, zwischen den Turnierwochen ein bisschen wegzukommen vom Golf. Ab morgen geht es in die Vorbereitung für den Rest der Saison", mit dabei sind auch Trainer sowie Physio- und Fitnessberater. Den Rest der Woche verbringe er im Burgenland, nächste Woche eben in Atzenbrugg.

Bei Wiesbergers Eisenstadt-Besuch wurde auch das zehnjährige Jubiläum der Sponsor-Partnerschaft mit Raiffeisen begangen. Man versuche immer, in einer aktuellen interessanten Sportart den Besten zu finden. Das sei damals bei Golf gar nicht so leicht gewesen, so Leodegar Pruschak von der Zentralen Raiffeisenwerbung Österreich.

So habe man auch Tipps von Experten eingeholt. Einige, unter ihnen auch Claude Grenier, hätten gesagt: "Schau dir den Bernd näher an." Mittlerweile dauert die Partnerschaft ein Jahrzehnt. Verhandelt werde "sehr seriös, aber sehr freundschaftlich" und derzeit im Ein-Jahres-Rhythmus, sagte Pruschak. Unternehmensintern habe man anfangs "sehr viel Überzeugungsarbeit" gebraucht: "Heute hat ihn jeder miterfunden", erinnerte sich der Generaldirektor der Raiffeisen-Landesbank Burgenland, Rudolf Könighofer.