Erstellt am 02. Februar 2014, 15:06

Wiesberger in Dubai starker Neunter. Golfprofi Bernd Wiesberger hat sich mit einem starken Schlussspurt beim Dubai Desert Classic von Rang 14 aus noch in die Top Ten geschoben.

Der Burgenländer spielte am Sonntag eine 68er-Runde mit fünf Birdies auf den letzten neun Löchern und beendete das mit 2,5 Mio. Dollar dotierte Turnier der European Tour auf dem geteilten neunten Rang.

Sein erstes Spitzenergebnis in diesem Jahr brachte ihm einen Scheck von umgerechnet 40.000 Euro ein. Den Sieg sicherte sich wie im Vorjahr der Schotte Stephen Gallacher, der mit insgesamt 272 Schlägen vier weniger benötigte als Wiesberger.

Wiesberger sprach nach seinem ersten Cut in der laufenden Saison und den starken "Back-Nine" am Sonntag (nur 32 Schläge) von einem versöhnlichen Wochenende. "Das war wieder das Golf, das ich eher von mir erwarte und gewohnt bin", bilanzierte der Burgenländer zufrieden. "Das war eine gute Woche, ich habe wieder Weltranglistenpunkte gemacht. Das sollte hoffentlich für das World Matchplay reichen."

Für das mit neun Mio. Dollar dotierte, erste WGC-Turnier des Jahres in den USA sind die Top 64 der Weltrangliste qualifiziert, das sollte für den Österreicher nun kein Problem mehr sein. In Dubai wäre sogar noch mehr möglich gewesen, denn Wiesberger spielte im Gegensatz zu den Führenden im Finish extrem stark. "Ich habe mich gewundert, dass vorne keiner Birdies macht und ich nur noch zwei, drei Schläge hinten bin", schilderte Wiesberger die Situation.

Nur Pech verhinderte die Chance, sogar auf 13 unter Par zu gehen. "Es wäre also schon noch möglich gewesen, die Führenden zu ärgern", sagte Wiesberger, der am Ende gleichauf mit Halbzeit-Leader Rory McIlroy auf Platz neun landete und dafür 35.483 Euro kassierte, während Tiger Woods nur 41. wurde.

Die Erleichterung, nach dem Verpassen der ersten zwei Cuts endlich im "Race to Dubai" angeschrieben zu haben, war Wiesberger anzusehen. "Es war sicher Druck auf mir, denn ich wollte nicht mit drei 'missed cuts' anfangen und habe mich daher zusammengerissen", erklärte der 28-Jährige. Um Druck rauszunehmen, war sein Bruder nach Dubai nachgekommen. "Damit war alles etwas entspannter und lockerer."