Erstellt am 12. September 2012, 12:18

Wiesberger und Brier bei Italian Open am Start. Wieder mit höchst unterschiedlichen Voraussetzungen treten die beiden Golfprofis Bernd Wiesberger und Markus Brier diese Woche bei den Italian Open in Turin an.

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Während der zweifache Saisonsieger Wiesberger im Royal Park I Roveri auf eine Fortsetzung seiner aktuellen Europa-Serie hofft, kämpft Brier nach wie vor um einen Befreiungsschlag. Denn im Gegensatz zum als derzeit 21. sogar schon für das große Dubai-Finale qualifizierten Burgenländer ist Brier als derzeit 148. im "Race" selbst von der Tourkarte 2013 noch geschätzte 50.000 Euro entfernt.

Eine Summe, für die Brier beim 1,5 Mio.-Euro-Event in Italien Sechster werden müsste. Allerdings ist der enge und lange Parkland-Kurs in Turin bisher nicht sehr freundlich gewesen zum Wiener, der sich nach sieben verpassten Cuts in Folge zuletzt wieder zwei Mal bescheiden ins Preisgeld gespielt hat. Bei den KLM Open zuletzt schied der 44-jährige Wiener aber schon wieder vorzeitig aus. "Den Frust muss man schnell vergessen. Ich habe gut trainiert und es hat sich wieder einiger Maßen nach Golf angefühlt", erklärte Brier.

Wiesberger hingegen hat heuer schon fast 800.000 Euro verdient und im Vorjahr als 15. in Turin gezeigt, dass ihm der Kurs ganz gut liegt. Hatte er nach seinem Premierensieg Ende April in Südkorea wochenlang nur magere Ergebnisse abgeliefert, ist dem 26-Jährigen nach seinem Heimtriumph im Juli in Atzenbrugg eine tolle Serie gelungen. Bei den jüngsten drei Europa-Turnieren Lyoness Open (1.), European Masters (6.) und KLM Open (12.) fuhr er Spitzenplätze und Top-Preisgeld ein, zwischendurch debütierte der Oberwarter auf der US-Tour und gewann auch noch das höchstdotierte europäische ProAm in Zürich.

Gute Vorzeichen also, zudem gibt es nach Italien wegen des Ryder Cups (Medinah, Illinois) endlich auch eine Verschnaufpause. Weiter geht es auf der Europa-Tour erst Anfang Oktober mit der wie immer auf drei Plätzen gespielten und mit 5 Mio. Euro dotierten Dunhill Links Championship in Schottland.

"Bernd freut sich auf Italien. Er mag das Land und das ganze Drumherum, zudem spielt er Parkland-Kurse sehr gerne und BMW-Turniere sind immer sehr gut organisiert", hoffte auch Wiesbergers Vater Klaus auf eine Fortsetzung der Erfolgsserie. "Es läuft gerade ganz gut."