Erstellt am 18. November 2015, 05:38

von Martin Ivansich

Wiesbergers Ziel: Besser am Grün sein. Bernd Wiesberger schlägt am Donnerstag beim Tour-Finale in Dubai ab. Mit dem langen Spiel war er zuletzt sehr zufrieden. Vor und am Grün ist aber noch Luft nach oben.

Jubelpose. Bernd Wiesbergers Ziel für das Finale in Dubai ist klar: Noch einmal steigern und am Ende über einen Spitzenplatz jubeln. Foto: GEPA  |  NOEN, GEPA pictures/ Panoramic
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Platz 52 bei den Turkish Airlines Open, Platz 17 bei den HSBC Champions in Shanghai (gleichzeitig bestes World Golf Championship-Resultat des Südburgenländers) und Platz 24 beim BMW Masters am vergangenen Wochenende, ebenfalls in Shanghai — so sieht die Finalevent-Bilanz von Bernd Wiesberger vor dem Abschluss in Dubai aus. Durchaus solide, aber eben kein echter Spitzenplatz.

„Mit dem langen Spiel bin ich sehr zufrieden“

Die Gründe dafür, dass es beim Tour-Finale bislang nicht für ganz vorne reichte, liegen für Österreichs Nummer eins speziell im Spiel um das Grün. „Damit war ich zuletzt nicht zufrieden, da ist mehr drin. Ich hatte bei den BMW Masters sehr starke Drives, ein gutes Eisenspiel, aber letztlich ein schwaches Putting“, begründete der 30-Jährige.

Schlussendlich kam er auf einen Score von acht unter Par, was Platz 24 bedeutete. Den Sieg im Lake Malaren GC sicherte sich der Schwede Kristoffer Broberg, der sich im Play off gegen Patrick Reed durchsetzte und damit seinen bislang größten Erfolg feiert.

Verteidigung des Top Ten-Rangs im Visier

Für Bernd Wiesberger heißt es nun jedenfalls vollste Konzentration auf das große Finale in Dubai zu legen. Mehr als solide präsentierte sich der Oberwarter, der zu den Longhittern auf der Tour zählt, eben beim langen Spiel. Da war sein Spiel beinahe fehlerfrei.

Und genau dies könnte in Dubai sein Vorteil sein, weiß Vater Klaus, der sich am Montag auf den Weg nach Dubai machte, um seinen Sohn vor Ort zu unterstützen: „Wenn man im langen Spiel nicht fehlerfrei bleibt, dann wird man in Dubai schnell bestraft. Kann er seine Konstanz dabei mit zum Finale nehmen und sich im kurzen Spiel auch steigern, dann ist dort viel möglich.“

Mit dem Ergebnis beim BMW Masters sicherte sich Wiesberger zwar 81.350 Punkte und 66.884 Euro Preisgeld, verlor aber zwei Ränge und rutschte von sieben auf neun im European Tour-Ranking ab. Zumindest die Verteidigung eines Top Ten-Rangs im Race to Dubai hat der Oberwarter dabei im Visier.

Nicht unwesentlich: Abgesehen vom sportlichen Aspekt werden im Zuge des Bonus Pools für die Top-15 der Saison noch zusätzliche Preisgelder abgeworfen – und je besser platziert man ist, desto mehr fällt ab.

Die ersten Termine für 2016 stehen fest

Die Golf-Saison 2015 ist mit dem letzten European-Turnier in Dubai beendet, das Kalenderjahr aber noch nicht. Österreichs Nummer eins wird im Anschluss eine Woche daheim verbringen und dann Anfang Dezember noch die Nedbank Golf Challenge in Südafrika spielen, die aber bereits zur Tour 2016 zählt. Danach ist bis Mitte Jänner Pause und Weihnachtsurlaub angesagt.

Für Jänner 2016 hat Wiesberger bereits einen Termin bestätigt. Er hat die Einladung zum Eurasia Cup im Glenmarie GC (Kuala Lumpur, Malaysia) von 15. bis 17. Jänner angenommen und wird dort beim Vergleichskampf zwischen Europa und Asien das Team Europe verstärken.

In diesem Duell stehen sich jeweils zwölf Spieler beider Teams im Format Matchplay gegenüber. Von dort aus folgen gleich die ersten European Tour-Stationen zu Saisonbeginn in Abu Dhabi, Katar und Dubai.