Erstellt am 04. September 2012, 11:11

Windtner: "EM-Teilnahme 2016 ein Muss". Am Montagabend hat ÖFB-Präsident Windtner die österreichische Fußball-Nationalmannschaft auf die am 11. September in Wien gegen Deutschland beginnende WM-Qualifikation eingeschworen.

In seiner Ansprache forderte der Oberösterreicher von den Teamspielern unter anderem, ihre Egos hintanzustellen und gemeinsam auf das große Ziel - die Teilnahme an einem bedeutenden Turnier - hinzuarbeiten. "Ich habe ihnen gesagt, dass mit dem Qualifikationsstart eine neue Epoche im Nationalteam beginnt und dass man jetzt alle Kräfte bündeln muss", erklärte Windtner. "Wir sind von der Qualität der Einzelspieler gut aufgestellt, die Teambetreuung läuft gut. Jetzt müssen aus Einzelkämpfern Teamkämpfer werden, jeder muss sich der Mannschaft unterordnen."

Trotz der möglicherweise besten ÖFB-Auswahl seit Jahren könne man angesichts der hochkarätigen Gruppengegner Deutschland, Schweden und Irland keine WM-Teilnahme fordern, so Windtner. "Aber es ist unser Wunschziel, Zweiter zu werden. Wir wissen, dass es sehr schwierig wird, doch es wäre vollkommen verfehlt, sich dieses Ziel nicht zu setzen."

Erst bei der EM 2016 in Frankreich, wenn 24 europäische Teams an den Start gehen, ist die erfolgreiche Qualifikation eine klare Vorgabe. "Dort ist die Teilnahme ein Muss", betonte Windtner mit dem Hintergedanken, dass die aktuelle Mannschaft ihren Zenit erst in fünf Jahren erreicht haben könnte. Die nach Misserfolgen zuletzt oft bemühte Ausrede, wonach das Team noch Zeit brauche, will Windtner in der WM-Qualifikation trotzdem nicht gelten lassen - die Spieler seien gut genug, um entsprechende Ergebnisse einzufordern.

Geht es nach dem Geschmack von Windtner, dann sollte das erste positive Resultat bereits gegen die DFB-Auswahl gelingen - von einem Pflichtsieg will er aber nicht sprechen. "Das Wichtigste ist, mit einer guten Leistung zu starten und unser Leistungsniveau von Spiel zu Spiel zu steigern. Die WM-Qualifikation ist nicht gescheitert, wenn wir verlieren, aber auch nicht für uns gelaufen, wenn wir gewinnen", betonte der Oberösterreicher.