Erstellt am 08. September 2011, 10:15

Windtner macht sich auf Teamchef-Suche. Leo Windtner befindet sich seit Mittwoch offiziell auf der Suche nach einem neuen österreichischen Fußball-Teamchef. Ausschau wird nach einem Coach gehalten, der die ÖFB-Kicker spätestens ab November für die im Herbst 2012 beginnende WM-Qualifikation zu einer schlagkräftigen Mannschaft formen soll - welche Voraussetzungen der neue Nationaltrainer dafür mitbringen soll, steht aber noch nicht fest.

Leo Windtner befindet sich seit Mittwoch offiziell auf der Suche nach einem neuen österreichischen Fußball-Teamchef. Ausschau wird nach einem Coach gehalten, der die ÖFB-Kicker spätestens ab November für die im Herbst 2012 beginnende WM-Qualifikation zu einer schlagkräftigen Mannschaft formen soll - welche Voraussetzungen der neue Nationaltrainer dafür mitbringen soll, steht aber noch nicht fest.

"Das Anforderungsprofil wird jetzt mit einem Update versehen, und dann wird sofort mit der Sondierung begonnen", erklärte Windtner, ohne Details zu Anforderungen oder Kandidaten zu nennen. Der Oberösterreicher besitzt als ÖFB-Präsident im für die Teamchef-Ernennung maßgeblichen Direktorium das Vorschlagsrecht, will davon allerdings erst nach Rücksprache mit diversen Experten Gebrauch machen. "Ich habe den Auftrag, Vorschläge zu bringen, doch entscheiden werde ich nicht alleine", sagte der 61-Jährige.

Durch den Wechsel des Nationaltrainers könnte eventuell auch Bewegung in die Kompetenzbereiche der sportlichen Führung des ÖFB kommen. Im Raum stehen etwa ein Teammanager nach dem Vorbild von Oliver Bierhoff in Deutschland oder ein eigener Nachwuchskoordinator. "Ich kann dem nicht vorgreifen, aber wir werden eine Strukturreform andenken", versprach Windtner und kündigte gegenüber der APA an, sich in diesem Zusammenhang bei anderen Nationalverbänden "umzuschauen".

Einen Imageverlust für den ÖFB, das Nationalteam und den österreichischen Fußball generell durch die Turbulenzen der vergangenen Tage befürchtet der Oberösterreicher nicht. "Dieses Gefühl kann man gar nicht haben, wenn man sich vor Augen führt, dass 189.000 Zuschauer zu unseren fünf Heimspielen in der EM-Qualifikation gekommen sind", meinte Windtner.