Erstellt am 25. April 2012, 00:00

„Wir bilden nicht für die Konkurrenz aus“. TIPP3 BUNDESLIGA / Stefan Ilsanker geht von Mattersburg zu Salzburg. Ligainterne Transfers werden aber nicht zur Regel.

Der Oberdorfer Patrick Farkas (l., 19) und der Illmitzer Christian Gartner (r., 18) im Dreikampf mit dem Neusiedler Daniel Toth (Mitte, 24). Letzterer setzte sich mit der Admira 2:1 durch.WELLER  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Am 17. Mai – mit dem Heimspiel der letzten Runde gegen Kapfenberg – geht das rund zweijährige Engagement von Stefan Ilsanker in Mattersburg praktisch zu Ende. Einen Tag später feiert der gebürtige Halleiner nicht nur seinen 23. Geburtstag, sondern ist de facto (auch wenn der Vertrag mit den Burgenländern an sich erst am 30. Juni zu Ende geht) wieder Salzburg-Profi.

Hier schließt sich der Kreis für den kampfstarken Mittelfeldspieler. Im Sommer 2010 wechselte er vom Zweierteam – den Red Bull Juniors – ins Burgenland, nun wurde Stefan Ilsanker vom Bundesliga-Titelfavoriten erneut verpflichtet.

Der Profi wechselt ablösefrei von den Grün-Weißen nach Salzburg. Ilsanker lehnt Interviews ab, dafür spricht er auf der Homepage der Bullen. Dort sagt er unter anderem: „Natürlich freue ich mich, dass ich im Sommer in meine Heimat zurückkehren kann, auch in meine fußballerische Heimat. In meinem Herzen war und bin ich immer ein Roter Bulle.“ Mattersburg-Boss Martin Pucher wertet den Schritt sachlich: „Er hat sich stets korrekt verhalten und will jetzt wieder retour.“ Abgesehen davon sind in Mattersburg für die Sommerpause aber keine großen Veränderungen geplant. „Die Mannschaft wird praktisch gehalten“, stellte der 56-jährige Bankdirektor fest, der zum jetzigen Zeitpunkt aber noch auf keine weiteren Details eingehen wollte.

llsanker und Waltner, mehr  Abgänge sind nicht geplant

Nur so viel: Robert Waltners Kontrakt läuft aus, der 34-jährige ungarische Stürmer kam in den letzten beiden Saisonen nur noch ganz sporadisch in der Bundesliga zum Zug und ist kein Thema mehr.

Ansonst gilt es, bis 31. Mai die eine oder andere offene Option zu ziehen – was auch passieren wird. Fest steht für Pucher jedenfalls, dass alle aufstrebenden Talente auch künftig im Mattersburg-Dress auflaufen werden.

Schließlich sollte die seit dem Umbruch neu formierte Bundesliga-Mannschaft soweit eingespielt und geformt sein, dass der SVM in den kommenden Saisonen die Früchte ernten kann und eine entsprechend solide Rolle in der Tipp3 Bundesliga spielt.

Soll heißen: Wertvolle Akteure mit laufendem Vertrag innerhalb der österreichischen Liga zu verkaufen, ist kein Thema. „Wir bilden die Kicker nicht aus, um dann unsere Konkurrenten zu stärken. Hierzulande können sich unsere Spieler in Mattersburg bestens weiterentwickeln.“

Zeit, um etwa tatsächlich ins Ausland zu wechseln, bleibt laut Pucher noch reichlich: „Für manche wäre so ein Schritt noch zu früh. Sie sollen hier weiter heranreifen, die Richtung stimmt ohnehin.“

Martin Pucher plant auch weiter fix mit den eigenen Talenten.

HAFNER