Erstellt am 01. Oktober 2013, 11:33

„Wir müssen extrem an uns glauben“. Tipp3 Bundesliga/Europa League / Rapid erlebt ein permanentes Auf und Ab. Nun kommt Dynamo Kiew – Zuversicht ist gefragt.

Kann Rapid wieder jubeln? Nach der 2:4-Pleite gegen den WAC sind Christopher Trimmel (oben) und Co. am Donnerstag in der Europa League gegen Dynamo Kiew gefordert. Die Aufgabe gegen den ukrainischen Top-Klub ist schwer, der Mannersdorfer Rapid-Profi ist aber zuversichtlich.  |  NOEN, GEPA pictures/ Josef Bollwein
Von Bernhard Fenz

Am Montagvormittag stand beim Rekordmeister noch das kollektive Analysieren der Pleite gegen Didi Kühbauers WAC auf dem Programm. Dass die Grün-Weißen vor eigenem Publikum noch ein 2:0 aus der Hand gaben und letztlich 2:4 verloren haben, ist Christopher Trimmel nach wie vor ein Rätsel. „Bis zum ersten Gegentreffer haben wir super gespielt. Danach war eine riesengroße Verunsicherung spürbar.“

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Der Mannersdorfer kennt als Rapid-Profi den großen Erwartungsdruck der Anhängerschaft, stellt aber nach den Erfahrungen von Samstag in den Raum, auch im eigenen Stadion einmal ein Ergebnis zu verwalten. „Vielleicht ist es zu überdenken, mit einer Führung im Rücken daheim mal auf Konter zu spielen. Wichtig ist vor allem, dass wir gute Ergebnisse einfahren und uns in der Meisterschaft stabilisieren.“ Schließlich gehe es nach dem bisherigen Saisonverlauf primär darum, sich hinter dem potenziellen Ligakrösus Salzburg einen guten Platz zu schnappen. „Red Bull hat eine wahnsinnig gute Serie hingelegt und verfügt über die größte Qualität. Wir wollen grundsätzlich alle Gegner fordern und uns auf einem internationalen Platz behaupten.“

Duell der beiden Auftakt-Verlierer  

Die Sicherheit, auch in der neuen Saison in der Europa League vertreten sein zu können, muss sich Rapid freilich erst erarbeiten. Aus dem ÖFB-Cup sind die Hütteldorfer bereits ausgeschieden, in der Tipp3 Bundesliga (die ersten drei Teams sind dabei) liegt das Feld noch zu dicht beisammen. Hier liegt Grün-Weiß mit Ried, Grödig, Austria und Sturm Graz in einem nur durch sechs Punkte getrennten Paket eingebettet.

Aktuell hat Rapid freilich die Lizenz zum europäischen Kick. Morgen, Donnerstag, ist der ukrainische Top-Klub Dynamo Kiew zu Gast im Happel-Stadion (19 Uhr). Das Match in Gruppe G ist auch das Duell der beiden Auftakt-Verlierer. Kiew unterlag Genk daheim mit 0:1, die Wiener fuhren aus Thun mit demselben Ergebnis heim. Noch dazu schwächelt Dynamo in der ukrainischen Meisterschaft. Nach einem 2:2 auswärts gegen Vorskla Poltava liegt die Truppe von Innenverteidiger Aleksandar Dragovic auf Platz fünf bereits elf Punkte hinter Leader Metalist Kharkov zurück. Trimmel: „Wir gehen mit einer hohen Erwartungshaltung in das Spiel, müssen aber auch extrem an uns glauben. Dann ist vieles möglich.“