Erstellt am 05. Juni 2013, 00:00

„Wir sind auch in Linz für ein Tor gut“. Regionalliga Ost/Erste Liga / Parndorf hat für das Rückspiel gegen Blau Weiß einen 2:1-Polster – Trainer Paul Hafner ist zuversichtlich.

Kann Parndorf Blau Weiß zu Fall bringen? Dominik Silberbauer setzte Manuel Hartl (später traf dieser zum zwischenzeitlichen 1:1) und seinen Linzer Kollegen zu. Der knappe 2:1-Erfolg ist aber nur die halbe Miete Richtung Aufstieg in die Erste Liga.Fenz  |  NOEN
Von Bernhard Fenz

Ja, das wichtige Auswärtstor gelang dem Letzten der Ersten Liga im Hinspiel – und trübte die Freude über den Parndorfer Erfolg vielleicht ein wenig. Trotzdem überwogen am Montagabend nach dem Abpfiff die positiven Emotionen.

Denn der SC/ESV Parndorf war nach einem nervösen Beginn speziell vor der Pause das aktivere Team und bewies, dass das Duell mit den Oberösterreichern auf Augenhöhe abläuft. Tomas Horvaths wuchtiges Kopftor ins Eck unterstrich die Präsenz der Gastgeber.

Dass aber auch die Linzer kicken können und gefährlich sind, war vor allem nach Wiederbeginn augenscheinlich. In dieser Phase fiel Parndorf zurück, plötzlich drohte die Partie nach dem billigen 1:1 (Trainer Paul Hafner: „Aufgrund unseres schlechten Defensivverhaltens ein Eigentor“) zu entgleiten. Weil aber Matthias Lindner nur die Innenstange traf und ein Nikolov-Lattenpendler ebenfalls kein Tor bedeutete, blieben die Gastgeber im Spiel. Michi Kollers Batzenschuss zum 2:1-Erfolg drehte dann die emotionale Lage wieder zugunsten der Parndorfer.

Chancen stehen für Hafner bei 50:50 

Nach dem Schlusspfiff war die Erleichterung über den Erfolg dann spürbar. Trotzdem stapfte der Chefcoach grübelnd über den Rasen. Dass Blau Weiß nach der Pause zweimal Riesenpech hatte, ließ der 36-Jährige nur bedingt gelten. Vielmehr stellte Hafner klar: „Wir haben die Linzer vor der Halbzeit völlig kontrolliert. Leider haben wir beim 1:1 nicht aufgepasst und uns so quasi ein Eigentor geschossen. Hätten wir diese Szene vermieden, wäre Blau Weiß danach wohl nicht so stark aufgekommen.“ Weil aber Hättiwari nicht zählt, hat sich der Trainer der Nordburgenländer längst mit dem Endergebnis arrangiert. Hafners Zuversicht für das Rückspiel am Freitag (18.30 Uhr) in der Stahlstadt basiert vor allem auf dem Glauben an die eigenen Stärken. Dem Vertreter der Ersten Liga reicht dort zwar bereits ein 1:0-Sieg für den Klassenerhalt, das werden die Nordburgenländer aber zu verhindern wissen – geht es jedenfalls nach dem Coach: „Wir sind auch in Linz für zumindest ein Tor gut und so stabil, dass wir dementsprechend auftreten können. Ich schätze unsere Chancen weiter bei 50:50 ein.“

Übermütig wird Hafner mit seiner Truppe ohnehin nicht. Zu sehr war es in der zweiten Halbzeit – als Blau Weiß Linz aufkam – ein deutlicher Fingerzeig, wie rasch ein Relegationsspiel kippen könnte.