Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

„Wir sind eine echte Einheit“. TIPP3 BUNDESLIGA / Mattersburgs Flügelflitzer Ronny Spuller spricht über seine Flaute im Herbst, aber auch die neu gewonnene Zuversicht.

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VON BERNHARD FENZ

Nicht weniger als 2380 Spielminuten sowie acht Tore standen am Ende der Saison 2009/2010 bei Ronny Spuller zu Buche. Er, der im Bezirk Mattersburg davor speziell im Fußball-Unterhaus für Furore sorgte, schlug in seiner Premierensaison als damals 28-jähriger Profi voll ein. Die aktuelle Meisterschaft gestaltet sich schwieriger. Nach 19 Runden hält Spuller gerade mal bei 697 Spielminuten und einem Tor. Je länger der Herbst dauerte, umso weniger kam er dabei zum Einsatz. Sieben Mal stand Spuller in der Startformation, das vorläufig letzte Mal datiert vom 30. Oktober 2010 – dem 0:1 gegen Kapfenberg.

Dabei schien in der Runde davor die Wende gekommen zu sein, als der Forchtensteiner mit einem herrlichen Kontertor den 3:1-Sieg in Ried eingeleitet hatte. „Da habe ich mir gedacht, jetzt läuft es. Das Spiel gegen Kapfenberg war aber dann eine Katastrophe – hier habe ich mir sicher zu viel Druck gemacht und wollte alles zerreißen.“

Gute Vorbereitung soll die  Trendwende einläuten

Dabei machte sich der pfeilschnelle Mittelfeldspieler oft keinen Kopf aus der Leistungsflaute: „Da stehe ich schon drüber. Warum ich die Form des Frühjahrs nicht hatte, kann ich aber nicht erklären. Ich habe trainiert wie immer, konnte das dann aber nicht im Match umsetzen. Beim Fußball hängt eben vieles mit dem Selbstvertrauen zusammen.“

Und so war vor allem das letzte Drittel des Herbstes für Spuller tatsächlich zum Vergessen. Nach Kapfenberg folgten noch sechs Runden, in denen er dreimal eingetauscht wurde (90. Minute, 88. Minute, 78. Minute). Dreimal kam er gar nicht zum Einsatz. Und doch steigt nun die Zuversicht: „Die Vorbereitung lief für mich bislang perfekt.“

Los geht es bekanntlich am 12. Februar gleich mit dem direkten Abstiegsduell beim Schlusslicht LASK. „Entschieden ist danach noch nichts, aber vom Kopf her kann die Partie schon etwas ausmachen.“ Ein Ronny Spuller in starker Form wäre da für den SV Mattersburg wohl Goldes wert. Für den Kampf um den Klassenerhalt zeigt sich der Offensivspieler aber so oder so zuversichtlich, er schätzt die Burgenländer stärker ein als den Konkurrenten aus Linz: „Auch wenn beim LASK einige ‚Namen' spielen, zählt im Abstiegskampf letztlich doch mehr die Stärke der Mannschaft sowie die Einheit – und wir sind eine echte Einheit.“

SVM noch in der Türkei

Am Freitag kehrt der Tross des SV Mattersburg vom Trainingslager in Lara/Antalya zurück. Seit 23. Jänner konnten sich die Burgenländer gezielt auf das Frühjahr in der Tipp3 Bundesliga vorbereiten. Neben der harten Fußballarbeit blieb aber auch dann und wann Zeit für Spaß am Platz – wie hier bei einer eingeschobenen Kopfball-Hösche. Kapitän Michi Mörz (vorne) konnte den Ball von Markus Schmidt nicht mehr weiterleiten. Patrick Bürger freute es, er konnte beim „Hol-Dir-Das-Balli-Spiel“ somit die Mitte des Kreises verlassen.

BERNHARD FENZ