Erstellt am 14. Januar 2013, 12:13

Zettel soll in Flachau für ÖSV-Salom-Erfolg sorgen. Mit dem mit 125.000 Euro höchstdotierten Saisonrennen geht am Dienstagabend in Flachau der Slalom-Weltcup der Damen weiter.

Von den ÖSV-Damen fehlt nicht nur Lokalmatadorin Marlies Schild, sondern mit Anna Fenninger auch der aktuelle Salzburger ÖSV-Shooting-Star. Für einen österreichischen Slalom-Erfolg sollen Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser sorgen. Ihren letzten Spezialslalom hat Fenninger vergangene Saison in Flachau bestritten. "Spezialslaloms kann man mit Kombi-Torläufen nicht vergleichen und vom Spezialslalom bin ich im Moment sehr weit weg", erklärte die 23-jährige Salzburgerin, warum derzeit ein Heimstart auch aus ihrer Sicht keinen Sinn macht. Die Abfahrts-Dritte und Super-G-Zweite von St. Anton wird Dienstag Richtung Cortina reisen und auf dem Weg einen Trainingstag einlegen.

Derzeit müssen vor allem Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser für die ÖSV-Slalomerfolge sorgen. Zettel ist zu früherer Klasse zurückgekehrt und hat trotz dreier Ausfälle mit einem Sieg (Aspen) und einem zweiten Platz (Semmering) gezeigt, dass sie zu den WM-Medaillenfavoritinnen zählt.

Die Niederösterreicherin ist Österreichs bisher einzige Slalom-Saisonsiegerin und hat ihre in einem frühen Einfädler geendete Zagreb-Grippe auskuriert. "Kathrin braucht relativ wenig Umfang, um wieder in Schuss zu kommen", beruhigte ÖSV-Technikchef Günter Obkircher nach zwei guten Trainingstagen in Hinterreit.

Kirchgasser kämpft hingegen noch immer um die WM-Form. "Sie hat aber das Potenzial für ganz nach vorne", ist Obkircher überzeugt. Das bedauerliche Fehlen von Weltmeisterin Schild könne auch beflügeln, ist Obkircher überzeugt. "Es ist auch eine Chance, sich selbst ins Rampenlicht zu bringen."

Hinter Zettel und Kirchgasser kämpfen Schild-Schwester Bernadette, Nicole Hosp, Carmen Thalmann, Alexandra Daum und Jessica Depauli um die restlichen zwei WM-Plätze, nachdem das Team durch das Schild-Aus einen fünften WM-Startplatz wieder verloren hat.

Ob auch Lindsey Vonn in Flachau dabei ist, war vorerst unklar. Die US-Amerikanerin war nach einmonatiger Auszeit in St. Anton in den Weltcup zurückgekehrt. Heißeste US-Slalomaktie ist ohnehin Mikaela Shiffrin. Der 17-jährige US-Jungstar peilt den dritten Saisonsieg an und will nach der Zagreber Snow-Queen-Krone auch den Titel der Flachauer "Snow Space Princess" holen.