Erstellt am 11. Juli 2012, 00:00

„Ziel ist die erste Medaille“. SEGELN / Matthias Schmid und Florian Reichstädter wollen das erste österreichische 470er-Edelmetall bei Olympischen Spielen.

Voller Zuversicht. Matthias Schmid (l.) und Florian Reichstädter mit den Olympia-Maskottchen. Nach dem zehnten Platz beim letzten Test soll es bei den Olympischen Spielen dann noch ein Stück nach oben gehen – das Duo vom Yachtclub Breitenbrunn peilt eine Medaille an. GEPA  |  NOEN
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VON MARTIN IVANSICH

Der Countdown läuft, die Olympia-Generalprobe ist dem 470er-Duo Matthias Schmid und Florian Reichstädter durchwegs gelungen. Die letzte Testregatta vor Weymouth beendeten die beiden Segler vom Yachtclub Breitenbrunn auf dem hervorragenden zehnten Platz. Potenzial nach oben ist vorhanden.

„Wir haben eine harte  Vorbereitung hinter uns“

 

Für die zweiten Olympischen Spiele nach Peking 2008 haben sich Steuermann Schmid und Vorschoter Reichstädter viel vorgenommen. Immerhin konnten sie sich in den letzten Jahren sukzessive der Weltspitze nähern. Logische Folge: Als erstes österreichisches 470er-Segelteam soll nun in London eine Medaille bei Olympischen Spielen gewonnen werden. „Wir nehmen uns einiges vor und haben eine harte Vorbereitung hinter uns. Die Ergebnisse in den letzten Monaten haben bewiesen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Das wollen wir in London noch übertrumpfen. Das ganz große Ziel liegt für uns klar auf der Hand: eine Medaille. Deshalb sind wir ja auch schon längere Zeit hier vor Weymouth, um uns direkt im Olympiarevier auf die Spiele vorzubereiten“, so Matthias Schmid noch am Wochenende vor der (kurzfristigen) Rückkehr nach Österreich.

Ab 2. August soll dann alles rund laufen, wenn der 470er-Bewerb startet. Und wenn alles klappt, segelt das ÖSV-Duo am 10. August bei der Medaillen-Regatta um Edelmetall.

Die beiden Vollblutsegler wählten unterschiedliche Wege in die olympische 470er-Klasse. Während Schmidts Karriere über die Europaklasse erst spät berufen zum 470er führte, segelte Reichstädter als perfekte Vorbereitung in der 420er Klasse. Seit 2001 ergänzt man sich ideal an Bord. „Da entwickelt sich natürlich eine gewisse Routine, wenn man so lange Zeit gemeinsam im selben Boot sitzt“, meint Florian Reichstädter. „Und Erfahrung ist im Segeln eine ganz wichtige Komponente. Wir werden jedenfalls bestens gerüstet sein.“