Steinbrunn

Erstellt am 14. Juli 2016, 05:57

von Bernhard Fenz

Vertragsloser Rakowitz: „Ich bin jetzt nicht nervös“. Stefan Rakowitz nützte das VdF-Camp der vertragslosen Kicker. Nun soll es aber in eine Profiliga weitergehen.

Stefan Rakowitz beim Vier-Länder-Turnier der arbeitslosen Profis gegen die Schweiz in Draßburg. Landet er in Deutschland? Foto: zvg  |  Martin Ivansich

Vor zwei Jahren rief die Vereinigung der Fußballer (VdF) erstmals im VIVA Steinbrunn ein Trainingslager für vertragslose Fußballer ins Leben, damit sich diese fithalten und für mögliche neue Aufgaben während der Übertrittszeit empfehlen können.

Für den Pinkafelder Stefan Rakowitz war das die Gelegenheit, nach dem Vertragsende beim SC Wiener Neustadt eine aktive Zwischenstation einzulegen. Damals entschied sich der Südburgenländer kurz vor Ende des Transferfensters im Amateurbereich (15. Juli) für ein Engagement beim SC Ritzing in der Regionalliga Ost.

Kein Angebot trotz zwölf Toren und 15 Assists

Nach einer Saison im Mittelburgenland und dem Titel wiederholte Rakowitz auch in der Folgesaison bei seiner neuen Station Horn das Meisterstück. Trotzdem gibt es beim Aufsteiger in die Erste Liga keine Fortsetzung, obwohl Rakowitz Stammspieler war – zwölf Treffer und 15 Assists sprechen für sich.

„Mir wurde kein Angebot für die neue Saison vorgelegt. Nach langer Wartezeit entschied sich der Verein gegen mich“, ließ der 26-Jährige Mitte Juni über Facebook wissen.

Mittlerweile ist das Kapitel Horn insofern Geschichte, als sich „Rakos“ Fokus längst auf mögliche neue Aufgaben gelegt hat. Wieder nützt(e) er das VdF-Camp-Angebot als Möglichkeit. Allerdings spielt nun die Erfahrung der letzten beiden Jahre eine gewichtige(re) Rolle. „Ich bin jetzt nicht nervös und will nicht übereilig in eine Regionalliga wechseln, sondern peile einen Vertrag im Profibereich an.“

Verhandlungen in Deutschland: Ruft die 3. Liga?

Dafür sei bis Ende August Zeit. Theoretisch könnte aber auch nach Ende der Amateur-Transferzeit ein Wechsel als Profi in einen Landesverband erfolgen – die Übertrittszeit wurde nämlich verlängert. Nichtamateure, deren Verträge vor dem 15. Juli ausgelaufen und die arbeitslos gemeldet sind, können bis eine Woche vor dem ersten Meisterschaftsspiel registriert werden.

Für Stefan Rakowitz richtet sich aber der Blick Richtung Profifußball. Anfang der Woche flog er jedenfalls nach Deutschland, um zu verhandeln. Möglicherweise ruft die dritte Liga. „Aufgrund der EM fängt der Betrieb dort generell etwas später an, darum muss man sich ein wenig gedulden“, so der Mittelfeldspieler, der auch gerne in Österreich in einer der beiden Profiligen noch Fuß fassen würde.