Burgruine Hornstein wird aufgewertet
Aussichtsplattform & 3D-Rekonstruktion
In Hornstein wird in den kommenden Jahren die Burgruine touristisch und historisch aufgewertet. Neben Infotafeln und einer 3D-Rekonstruktion ist auch eine Aussichtsplattform geplannt.
Die Burgruine in Hornstein soll in den kommenden Jahren aufgewertet werden.
© BVZ/Daniel Freismuth
Die Burgruine am Hornsteiner Schlossberg zählt zu den historisch prägendsten Plätzen der Gemeinde. Einst spielte sie eine wichtige Rolle als ungarische Grenzburg zwischen Österreich und Ungarn. Heute ist die Burgruine ein beliebtes Ziel für Wanderungen und Spaziergänge. In Zukunft soll der geschichtsträchtige Ort noch mehr über seine Vergangenheit erzählen: "Ich habe die Idee schon seit bald zwei Jahrzehnten. Bislang ist nur eingeschränkt erkennbar, welche Bedeutung die ehemalige Burg hatte. Mit der Kombination aus historischer Aufarbeitung und moderner digitaler Vermittlung können wir diesen Ort aufwerten und unsere Geschichte präsentieren", erklärt der Hornsteiner Bürgermeister Christoph Wolf.
Vergangenheit erlebbar machen
Im Fokus steht somit die geschichtliche und zeitgemäße Wissensvermittlung. Vorgesehen ist eine digitale 3D-Simulation der ehemaligen Burganlage, eine Aussichtsplattform, neue Informationstafeln und Broschüren. In der Gemeinderatssitzung vom 28. September wurde die Umsetzung dieser Maßnahmen beschlossen.
3D-Simulation
Speziell die digitale Rekonstruktion der Burg soll Interesenten eine bessere Vorstellung geben, wie die Anlage ursprünglich ausgesehen haben könnte. Aus einer Simulation soll dann ein dreidimensional wirkendes Bild entstehen, das anschließend in der Broschüre abgebildet wird. "Wer künftig zur Burgruine kommt, soll nicht nur Mauerreste sehen, sondern besser verstehen können, wie die Burg einmal ausgesehen hat", so Christoph Wolf. Die historische Aufarbeitung der Burg begann bereits im Rahmen der 750-Jahr-Feier im Jahr 2021.
Aussichtsplattform mit Weitblick
Zusätzlich ist eine Aussichtsplattform am Areal der Ruine geplant. Sie soll sich dabei harmonisch in die historische Anlage und den landschaftlichen Charakter der Burgruine einfügen. "Es geht nicht darum, an diesem sensiblen Ort einen dominanten Baukörper zu errichten, sondern die vorhandene Aussicht besser zugänglich und erlebbar zu machen" schildert Wolf. Bei perfekter Sicht sieht man von Wien über die Hohe Wand und den Schneeberg bis zur ungarischen Grenze.
Von der neuen Aussichtsplattform aus reicht der Blick von Wien über die Hohe Wand, den Schneeberg bis zur ungarischen Grenze.
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Kein Massentourismus
Eine touristische Großattraktion mit entsprechenden Besucheranstrum soll daraus nicht werden. Die Runie soll vor allem als regionales Ausflugs- und Naherholungsziel dienen. Ziel ist eine nachhaltige Aufwertung zwischen Natur und Geschichte und kein Massentourismus, heißt es aus dem Hornsteiner Rathaus.
Ein Blick zurück
Die mittelalterliche Festung wurde um das Jahr 1340 im Auftrag des ungarischen Königs errichtet. Ihr damaliger Name „Zorwkw“ entspricht dem ungarischen „Szarvkő“, also Hornstein. Im Mittelalter war Hornstein eng mit der Geschichte des Grenzraums verbunden. 1425 hielt sich sogar der ungarische König Sigismund mehrere Tage auf der Burg auf. Die Funktion als Grenzburg kam der Anlage aber immer wieder zum Verhängnis. So kam es zu Angriffen und Belagerungen.
Die ehemalige Burg wurde im Jahr 1340 errichtet.
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Investitionen bis zu 80.000 Euro
Die Gesamtkosten dieses Projekts liegen zwischen 60.000 und 80.000 Euro. Finanziert wird die Aufwertung der Ruine aus Eigenmitteln und Förderungen. 20 Prozent der Kosten steuert die Gemeinde selbst bei, knapp zwei Drittel der Kosten stammen aus EU-Fördermittel und jeweils 19 Prozent der Kosten werden vom Land und Bund gefördert. "Für die Gemeinde hat es keine Liquiditätsauswirkungen, da wir die Eigenmittel bereits als Reserve am Förderkonto von ehemaligen Förderprojekten belassen haben", sagt Wolf.
Die Fertigstellung der Aussichtsplattform und Informationstafeln samt 3D-Simulation ist für spätestens 2028 geplant.